Die Volkshochschule Dinkelsbühl feiert in diesem Jahr ihr 80-jähriges Bestehen. Bei einer Feierstunde im Konzertsaal des Spitalhofs blickten die geladenen Gäste gemeinsam auf die Geschichte und Bedeutung der Bildungseinrichtung zurück.
Die historische Dimension des Jubiläums hob Petra Winterstein, die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des Bayerischen Volkshochschulverbands, hervor. Dass die vhs Dinkelsbühl bereits 1946 gegründet wurde, sei angesichts der damaligen Situation von besonderer Bedeutung. Wichtig sei es, dass jede Generation die Demokratie immer wieder neu mit Leben fülle. Besondere Anerkennung erhielt Ingeborg Raab, die die größte Außenstelle der vhs Landkreis Ansbach seit vielen Jahren ehrenamtlich leitet. Für ihr Engagement, ihre Verlässlichkeit und ihren Einsatz wurde sie ausdrücklich geehrt. Auch die Leistungen ihrer Vorgängerin Gundula Walchshöfer, die ebenfalls anwesend war, wurden gewürdigt.
Laut Pressemitteilung ist für vhs-Leiterin Ulrike Herzog die Volkshochschule ein Ort, an dem Menschen die Möglichkeit bekommen, sich ein Leben lang weiterzuentwickeln. Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer verwies auf die besondere Bedeutung des Carl-Fortunat-Hauses im Historischen Spitalkomplex, in dem die vhs Räume hat. Als sogenannter „dritter Ort“ – ein Raum neben dem eigenen Zuhause und dem Arbeitsplatz, an dem Menschen zusammenkommen, sich austauschen, lernen und Gemeinschaft erleben können – sei er für eine lebendige Stadtgesellschaft von großer Wichtigkeit.
Nach der musikalisch von Anne Freimuth und Sven Drostel von der Berufsfachschule für Musik Dinkelsbühl gestalteten Feierstunde folgte eine Führung durch das Carl-Fortunat-Haus. Anschließend klang der Nachmittag bei Speisen, Getränken und Gesprächen im Spitalhof aus. Mit Blick auf die Zukunft zeigte sich Ulrike Herzog optimistisch: „Wir wollen auch in Zukunft neue Wege ausprobieren, neue Themen aufgreifen, neue Menschen erreichen, Bewährtes bewahren und Neues wagen“, heißt es in der Mitteilung.