Volksfeststimmung am Sonntag beim Citylauf in Ansbach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.05.2023 18:10

Volksfeststimmung am Sonntag beim Citylauf in Ansbach

Mehr Start-Ziel-Sieg geht nicht: Der spätere Gewinner Kidus Gebremeskel (vorne) aus Äthiopien setzte sich nur wenige Meter nach dem Start ab, baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und holte sich auch noch den Streckenrekord. (Foto: Alexander Biernoth)
Mehr Start-Ziel-Sieg geht nicht: Der spätere Gewinner Kidus Gebremeskel (vorne) aus Äthiopien setzte sich nur wenige Meter nach dem Start ab, baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und holte sich auch noch den Streckenrekord. (Foto: Alexander Biernoth)
Mehr Start-Ziel-Sieg geht nicht: Der spätere Gewinner Kidus Gebremeskel (vorne) aus Äthiopien setzte sich nur wenige Meter nach dem Start ab, baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und holte sich auch noch den Streckenrekord. (Foto: Alexander Biernoth)

Traumhafte Bedingungen für die Aktiven bei Sonne und Temperaturen von knapp 20 Grad, ein herrlicher Ausflugstag für alle Zuschauer und Zaungäste: Der Ansbacher Citylauf profitierte von der Volksfeststimmung und feierte nach einer gelungenen Premiere für die neuen Veranstalter im Vorjahr diesmal eine Rekordzahl an Teilnehmern.

Es hat sich in den Kreisen der Ausdauerathleten wohl herumgesprochen, dass sich WLB Sports Ansbach mit viel Herzblut um dieses Event kümmert. Der Verein hatte erst im vergangenen Jahr die Nachfolge des Lauftreffs Ansbach Nord bei der Organisation der Traditionsveranstaltung übernommen. Das auf 2000 Läufer limitierte Teilnehmerfeld war lange vor dem Startschuss ausgebucht.

Rekord bei den Nachwuchs-Athleten

„Wir sind pickepackevoll“, vermeldete Tobias Bayer vom Orga-Team am Sonntagmittag. Im Endspurt der Vorbereitungen hatten die Macher mit einer Art Tauschbörse frei gewordene Plätze sofort weitervermittelt. Die Resonanz, so ist zu hören, spricht für sich. Gerade im Jugend-Bereich gab es einen deutlichen Zuwachs zu verzeichnen: Mit 900 Kindern bei den Schüler- und Bambiniläufen waren so viele Nachwuchs-Läufer wie nie zuvor vertreten.

An seine Kindertage erinnerte sich auch Johannes Strobel vom TSV 1860 Ansbach. Mit 15 war der damalige Judoka in die Fußstapfen seines Vaters getreten und hatte mit dem Laufen begonnen. Seitdem hat ihn diese „Sucht“ nicht mehr losgelassen.

Eine Klasse für sich

Im Hauptlauf über zehn Kilometer zeigte Strobel, was man alles in knapp 35 Minuten erledigen kann: Schnell zum Supermarkt zum einkaufen, das Auto in die Waschstraße fahren oder ein Vesper vorbereiten. Das geht. Strobel aber lief in exakt 34:56 Minuten mal eben zehn Kilometer und war damit eine Klasse für sich. „Ich hatte eine schlechte Vorbereitung, wollte es hintenraus aber wissen und musste umso mehr leiden“, ließ er sein Rennen nur kurz nach dem Zieleinlauf schon wieder wortgewandt Revue passieren.

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Für die Veranstaltung fand der Sieger nur lobende Worte; besonders die Atmosphäre bei seinem Heimrennen hatte es dem marathonerfahrenen Läufer angetan. „Man merkt nicht, dass Ansbach nur 40.000 Einwohner hat. Da kann es Ansbach locker mit anderen Städten aufnehmen.“

Die „gigantische Stimmung“ an der Strecke mit einigen musikalisch unterstützten Fröhlichkeitsnestern motivierte Strobel zusätzlich. „Da triffst du Leute seit Jahren nicht, und dann siehst du sie wieder, wenn sie dich anfeuern. Das ist schon cool“, meinte der 39-jährige Routinier, der viele weitaus jüngere Läufer hinter sich ließ.

Über die Halbmarathonstrecke feierte Kidus Gebremeskel (Transnova Ruf) einen Start-Ziel-Sieg: Mit einer Zeit von 1:11 Stunden über 21 Kilometer gelang ihm vor rund 3000 Zuschauern zudem ein neuer Streckenrekord. Mit dem Dank an viele Freiwillige, die Ehrenamtlichen der Feuerwehr, des BRK und des THW zog der Veranstalter ein Fazit: „Es ist alles super gelaufen.“


Florian Pöhlmann
Florian Pöhlmann
Nach der journalistischen Grundausbildung beim Fernsehen rief 1999 die große weite Welt des Sports, die ich in Nürnberg in nahezu allen Facetten kennenlernen und in verantwortlicher Position gestalten durfte. Erst der verlockende Ruf aus Ansbach und die Aussicht, im fortgeschrittenen Alter Neues zu wagen, sorgten ab 2021 für einen Neustart in der Lokalredaktion.
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