Der Umbau der Weidenbacher Kläranlage schreitet voran. Nun hat sich der Marktgemeinderat mit zwei weiteren Punkten beschäftigt. Zum einen wurde die Ausstattung des Labors vergeben, zum anderen die etwas aufwendigere Sanierung des alten Betriebsgebäudes beschlossen. Letztere war ursprünglich nicht geplant.
Für ein Kläranlagen-Labor gelten ganz bestimmte Vorschriften, erklärte Bürgermeister Willi Albrecht (Freie Wählergemeinschaft/Weidenbacher Liste) dem Gremium. Eine Absaugung müsse eingebaut werden, spezielle Arbeitsplatten und abschließbare Schränke für Chemikalien seien notwendig.
Das Labor zieht ins neu gebaute Betriebsgebäude um und wird in diesem Zuge frisch ausgestattet. Da die vorhandenen Möbel laut Verwaltungsvorlage schon „sehr alt” sind, müssen neue her. Auf Nachfrage von Gemeinderat Dr. Jörg Frank (Bürgerliste) erklärte Albrecht, dass die vorhandenen Analysegeräte jedoch weiter verwendet werden können.
Der Marktgemeinderat beauftragte einstimmig die Firma SHL aus Neckarwestheim mit den Arbeiten. Laut Albrecht sei die Firma bereits seit Jahren Lieferant. Die Kosten für die Ausstattung, Lieferung und Montage belaufen sich laut Angebot auf rund 42.000 Euro. In der Schätzung waren etwa 60.000 vorgesehen.
Das bisherige Betriebsgebäude wird umgebaut zu Sozialräumen für die Mitarbeitenden. Dafür wurden bereits einige Gewerke, wie neue Fenster und Malerarbeiten ausgeschrieben. Nun kam laut Albrecht aber die Überlegung auf, ob man nicht gleich etwas mehr machen sollte. Unter anderem sollen zum Beispiel zwei Fenster versetzt, das Dach neu eingedeckt und die Fassade saniert werden, führte der Bürgermeister aus. Auch Elektro- und Sanitärarbeiten – konkret der Einbau einer Dusche – könnten vorgenommen werden.
Geschätzt sollen die bisher nicht ausgeschriebenen Arbeiten etwa 85.000 Euro kosten. Albrecht betonte, dass bisher bei dem Bau der Kläranlage bereits „massive Kosteneinsparungen” verzeichnet wurden und diese zusätzlichen Maßnahmen deshalb gleich kompensiert wären. Altbürgermeister Gerhard Siegler (Freie Wählergemeinschaft/Weidenbacher Liste) betonte: „Das macht absolut Sinn.” Das Gremium beschloss die umfangreiche Sanierung des alten Betriebsgebäudes einstimmig.