Technik und Kunst beim Wasserturm von Schillingsfürst | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.08.2023 15:23

Technik und Kunst beim Wasserturm von Schillingsfürst

Dr. Andreas Hasenstab hatte mit dem markanten Gebäude bautechnisch zu tun und ließ sich davon künstlerisch inspirieren. Die Abbildung zeigt eine der bei der Schau zu sehenden Arbeiten. (Repro: Dr. Andreas Hasenstab)
Dr. Andreas Hasenstab hatte mit dem markanten Gebäude bautechnisch zu tun und ließ sich davon künstlerisch inspirieren. Die Abbildung zeigt eine der bei der Schau zu sehenden Arbeiten. (Repro: Dr. Andreas Hasenstab)
Dr. Andreas Hasenstab hatte mit dem markanten Gebäude bautechnisch zu tun und ließ sich davon künstlerisch inspirieren. Die Abbildung zeigt eine der bei der Schau zu sehenden Arbeiten. (Repro: Dr. Andreas Hasenstab)

Nach dem Schloss ist der Wasserturm Schillingsfürsts bekanntestes Wahrzeichen. Das ursprüngliche Funktionsbauwerk dient längst auch als Kunstmotiv. Dr. Andreas Hasenstab kennt seine technische und seine kreative Dimension. Ein Wasserturm-Bild von ihm und andere seiner Arbeiten werden im Doerfler-Museum gezeigt.

Der Titel der Ausstellung, die am kommenden Samstag, 5. August, um 17 Uhr eröffnet wird und bis Sonntag, 8. Oktober, läuft, ist Programm. Er lautet „Verbindung zwischen Ingenieurwissenschaften, Architekturgeschichte und Kunst“. Der auf die Analyse von Baudenkmälern spezialisierte Ingenieur Dr. Andreas Hasenstab, der auch Architektur- und Kunstgeschichte studiert hat, war als Fachmann in die Erstellung des Konzeptes für die Sanierung des Wasserturms eingebunden gewesen, die 2022 abgeschlossen wurde.

Hasenstab interessierte sich aber nicht nur für die architektonisch-technischen Dinge, sondern nahm das Bauwerk auch künstlerisch-kreativ wahr. Die dabei entstandene Zeichnung wird in der Sonderausstellung des Doerfler-Museums präsentiert. Zu sehen sein werden noch einige weitere Schillingsfürst-Motive sowie Arbeiten, die Hasenstab in anderen Städten angefertigt hat.

Familienverbindung zu Oskar von Miller

Die Verbindung zwischen Ingenieurstätigkeit und Kunst werde in Hasenstabs Familie schon seit Generationen intensiv gepflegt, heißt es in einer Mitteilung zur Ausstellung. So sei Oskar von Miller, der Gründer des Deutschen Museums in München (1855-1934), ein Urgroßonkel.

„Mit Tusche in Lavurtechnik und Aquarell fange ich das Geschehen vor Ort mit kurzen Zügen ein“, beschreibt Hasenstab seinen kreativen Umgang mit ihn interessierenden Objekten. So könne er Menschen, deren Beziehung zueinander, Raumeindrücke oder Landschaften spontan darstellen. Dadurch könnten „Feinheiten und Details für das Bild erfasst werden, die sonst leicht übersehen werden“. Auch sei es in der Malerei wichtig, vor Ort „das ganze Motiv“ zu erfassen und dessen Beziehungen zu seinem Umfeld zu ergründen, wird Hasenstab in der Mitteilung des Museums zitiert.

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Im Rahmen seines Studiums des Bauingenieurwesens an den Technischen Universitäten (TU) München und Berlin habe er auch Vorlesungen in Kunstgeschichte, etwa zu Picasso oder zu den Themen Sakralbau und Architektur des Expressionismus, besucht. Bilder und Zeichnungen von ihm seien bereits bei Ausstellungen in München, Berlin, in den Niederlanden, Griechenland und Norwegen zu sehen gewesen.

Bei der für das Doerfler-Museum getroffenen Werk-Auswahl könnten seine verschiedenen Malstile nachvollzogen werden. Auch seine Beweggründe, sich künstlerisch mit historischen Bauten zu befassen, würden deutlich. Musikalisch umrahmt wird die Vernissage von Klara Neidhardt.

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