Hilfe für Opfer: Ausstellung zur Gewaltprävention in Feuchtwanger Stadtbücherei | FLZ.de

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Veröffentlicht am 12.04.2026 18:18

Hilfe für Opfer: Ausstellung zur Gewaltprävention in Feuchtwanger Stadtbücherei

In der Feuchtwanger Stadtbücherei wird ab Dienstag über das Thema „Gewaltprävention“ informiert. Büchereileiterin Kati Voltz sowie Liliane und Elly Albaner von der Ansbacher Außenstelle des Weissen Rings (von rechts) stellten das Angebot vor.  (Foto: Erich Herrmann)
In der Feuchtwanger Stadtbücherei wird ab Dienstag über das Thema „Gewaltprävention“ informiert. Büchereileiterin Kati Voltz sowie Liliane und Elly Albaner von der Ansbacher Außenstelle des Weissen Rings (von rechts) stellten das Angebot vor. (Foto: Erich Herrmann)
In der Feuchtwanger Stadtbücherei wird ab Dienstag über das Thema „Gewaltprävention“ informiert. Büchereileiterin Kati Voltz sowie Liliane und Elly Albaner von der Ansbacher Außenstelle des Weissen Rings (von rechts) stellten das Angebot vor. (Foto: Erich Herrmann)

Die Außenstelle des Weissen Rings in Stadt und Landkreis Ansbach zeigt in der Stadtbücherei Feuchtwangen eine Ausstellung zum Thema „Gewaltprävention“. Die Präsentation kann von Dienstag, 14. April, bis Freitag, 25. April, während der Öffnungszeiten der Bibliothek besucht werden.

Auf Tischen ist Lektüre zu den Themen „Digitale Gewalt“, „Gerechtigkeit für Opfer“ oder „Kinder mit Respekt und Liebe erziehen“ ausgelegt. Außerdem gibt es kostenlose Broschüren zu „Gut beraten im hohen Alter“ oder „Kein Anschluss für Betrüger am Telefon“. Überdies wird über die ehrenamtliche Tätigkeit des Weissen Rings in der Region informiert.

Ein Ort der Information und Konversation

Gewaltprävention sei ein wichtiges Thema, mit dem sich auch die Stadtbücherei auseinandersetzen möchte. Denn die Bibliothek sehe sich als einen Ort der Information und Konversation, so deren Leiterin Kati Voltz. Daher sei das Team dankbar, dass der Weisse Ring die Ausstellung vorbereitet habe. Die ausgelegte Lektüre sei sowohl für jüngere als auch für ältere Menschen gedacht. Es werden Rat und Hilfe angeboten, etwa wie man sich bei Enkeltrick-Anrufen, bei Gaunern an der Haustür oder bei Mobbing am Handy verhalten solle. Auch auf eine gewaltfreie Kommunikation innerhalb der Familie werde aufmerksam gemacht.

Durch die ehrenamtliche Arbeit des Weissen Rings würden die Rechte von Gewaltopfern gestärkt, Missstände aufgezeigt, Zeichen gesetzt und ein Dialog mit Politik und Justiz gesucht, sagte die Leiterin der Außenstelle, Elly Albaner. „Wir sehen uns als Lotsen im System, bieten Hilfe zur Selbsthilfe an und sagen Menschen, die in Not geraten sind, wo und wohin sie sich wenden können”, ergänzte stellvertretende Außenstellenleiterin Liliane Albaner.

Die Wunden einer Gewalttat könne man nur lindern, nicht heilen. Wenn Menschen an einen herantreten und um Hilfe und Rat bitten, müsse man in erster Linie gut zuhören können, betonten Elly und Liliane Albaner. Oftmals könne mit einem guten Gespräch schon viel bewirkt und den Opfern ein Weg zur Hilfe, aber auch zur Selbsthilfe, aufgezeigt werden.

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Seit der Corona-Pandemie sei die Nachfrage zur Unterstützung beim Weissen Ring enorm angestiegen. Dieser unterhält in Deutschland rund 400 Außenstellen mit über 100 ehrenamtlichen Mitarbeitenden. In Stadt und Landkreis Ansbach seien 2025 über 100 Anfragen von Hilfesuchenden eingegangen. Deshalb würde sich die Außenstelle auch über neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sehr freuen, betonten Elly und Liliane Albaner.

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