Nichts wurde es mit dem erhofften dritten Sieg in Serie für die SpVgg Ansbach in der Fußball-Regionalliga. Gegen den FC Memmingen kassierten die nullneuner eine 1:3-Niederlage.
0:1 im Punktspiel im April 2024 und 1:3 in der Relegation 2023. Heimauftritte der SpVgg Ansbach in der Regionalliga gegen den FC Memmingen gingen zuletzt zweimal schief und diese Serie setzte sich nun fort. Auf überzeugende erste 45 Minuten ließen die Ansbacher eine ganz schwache zweite Halbzeit folgen.
Die Ansbacher hatten durch den 2:1-Sieg beim FC Bayern München II die 40-Punkte-Marke bereits geknackt und konnten daher entspannter ins Spiel gehen als der Aufsteiger aus dem Allgäu, der nach einer Niederlagenserie die Abstiegszone wieder näher rücken sah.
SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber baute seine Startelf gegenüber dem Coup in München auf drei Positionen um. Nico Hayer, Üveys Ayan und Lukas Schmidt blieben draußen, dafür rückten Ken Mata, Dino Nuhanovic und Sven Landshuter ins Team.
FCM-Trainer Matthias Günes nahm vier Änderungen gegenüber dem 1:5 gegen die Würzburger Kickers vor, holte unter anderem den zuletzt gesperrten Pascal Maier wieder in die Startelf. Fabian Kroh, der zuletzt bei der U21 einen Hattrick erzielte, saß auf der Bank.
Die erste gute Torchance der Partie hatte der Memminger Philipp Kirsamer, der im Duell mit SpVgg-Torhüter Jan Mottl allerdings den Kürzeren zog. Auf der anderen Seite setzte Dino Nuhanovic den Ball knapp über die Latte, aber in der 23. Minute war der Führungstreffer fällig. Ben Müller schlenzte den Ball aus etwa 18 Metern perfekt in die Maschen – das erste Saisontor des erfahrenen Mittelfeldspielers.
Ansbach wollte umgehend nachlegen, doch FCM-Torhüter Dominik Dewein ließ sich weder von Ken Mata noch von Sven Landshuter, der nach Vorlage von Patrick Kroiß aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, überwinden. Ballzauberer Mata war der auffälligste Offensivakteur der Ansbacher und hatte mehrmals Gelegenheit, den Vorsprung auszubauen.
Memmingen setzte auf Konter, die zwar immer wieder schön aufgebaut, unter anderem von Kirsamer aber schwach abgeschlossen wurden. Die Führung zur Pause für Ansbach in einem unterhaltsamen Spiel mit vielen Torraumszenen war verdient.
Kurz nach Wiederanpfiff war die Führung Geschichte. FCM-Torjäger David Günes setzte den Ball nach einem abgewehrten Torschuss von Kirsamer im Nachfassen ins Netz – das freute auch seinen Onkel auf der Memminger Trainerbank. Dessen Laune wurde zehn Minuten später noch besser, als Lukas Rietzler auf 1:2 stellte und dabei von einem Fehler des Ansbacher Torhüters Mottl profitierte.
Ansbach gab das Spiel in der zweiten Hälfte völlig aus der Hand und kassierte durch Marcello Barbera, der per Volleyschuss aus 20 Metern traf, das 1:3 (69.). Bei den nullneunern ging trotz diverser Wechsel in der Offensive fast gar nichts mehr, Memmingen wurde immer dominanter und feierte nicht unverdient den nächsten Sieg im Xaver-Bertsch-Sportpark.
SpVgg Ansbach: Mottl – Althaus (85. Hahn), Oberseider (78. Zimmermann), Weeger, Manz – Dietrich, Müller – Mata (78. Seefried), Landshuter (63. Hayer), Nuhanovic (70. Schmidt) – Kroiß.
FC Memmingen: Dewein – Dolinski, Gräser, Timo Schmidt, Remiger – Pascal Maier (64. Fusaro), Rietzler, Lutz, Vetter (46. Barbera) – Kirsamer (82. Kroh), David Günes (92. Bergmann).
Tore: 1:0 Müller (23.), 1:1 Günes (49.), 1:2 Rietzler (58.), 1:3 Barbera (69.).
Gelb: Manz.
Schiedsrichter: Christopher Knauer (Lichtenfels).
Zuschauer: 623.