Zusammenhalt als große Stärke beim TSC Neuendettelsau | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.06.2026 17:09

Zusammenhalt als große Stärke beim TSC Neuendettelsau

Adam Roth (links, im Spiel gegen Windeck/Ebrach) absolvierte als einziger Spieler alle 34 Begegnungen für den TSC Neuendettelsau. (Foto: Martin Rügner)
Adam Roth (links, im Spiel gegen Windeck/Ebrach) absolvierte als einziger Spieler alle 34 Begegnungen für den TSC Neuendettelsau. (Foto: Martin Rügner)
Adam Roth (links, im Spiel gegen Windeck/Ebrach) absolvierte als einziger Spieler alle 34 Begegnungen für den TSC Neuendettelsau. (Foto: Martin Rügner)

In der ersten Saison seiner Vereinsgeschichte auf Verbandsebene hat der TSC Neuendettelsau den direkten Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga geschafft. Zwar zehrte der TSC etwas vom guten Saisonstart, der mit der Aufstiegseuphorie verbunden war, spielte aber trotz großer Verletzungsprobleme eine relativ ausgeglichene Runde.

„Für einen Verein mit unseren Strukturen, wo kaum ein Spieler über höherklassige Erfahrung verfügt und kein Spieler Geld bekommt, ist der Klassenerhalt maximal hoch anzusiedeln”, bewertet Trainer Dieter Kreiselmeier diesen Erfolg sogar noch höher als die beiden Meisterschaften in den vorangegangenen Spielzeiten. Nach dem Durchmarsch von der Kreisliga über die Bezirksliga ging es in die Landesliga Nordost zunächst einmal so weiter. Am 5. Spieltag stand der Aufsteiger auf dem 5. Tabellenplatz.

Nach neun Partien mit nur einem Sieg stand der TSC nur noch auf Rang 14

Der Auftaktniederlage in Schwabach ließ das Team vier Spiele mit zehn Punkten folgen, bevor der Aufwärtstrend stoppte. Nach neun Partien mit nur einem Sieg stand der TSC nur noch auf Rang 14, der gerade noch zum Klassenerhalt ausreichend war. „Wir waren im Alltag der Landesliga angekommen und mussten uns deutlich schütteln”, sagt der Sportliche Leiter Alexander Roth.

Tiefer ist Neuendettelsau in der gesamten Restrunde jedoch nicht mehr gefallen. Die Hinrunde beendete die Mannschaft mit 18 Punkten und 20:31 Toren auf Platz 13, in der Rückrundentabelle (21 Punkte/15:22 Tore) wurde sie Zwölfter. Auch in der Heimtabelle (12./22) und der Auswärtstabelle (14./17) stand Neuendettelsau jeweils über dem Strich.

Die Zahl der Tore sank im Saisonverlauf immer weiter

„Bei einem Torverhältnis von 35:53 wird klar, dass wir unsere Stärken eher in der Defensive haben”, sagt Kreiselmeier. In 34 Begegnungen spielte der TSC neunmal „zu Null”, blieb aber auch 13 Mal ohne eigenen Torerfolg. Dabei sank sowohl die Zahl der eigenen Treffer als auch die Zahl der Gegentore im Saisonverlauf immer weiter. „Bei der Gegentorbilanz fällt auf, dass wir gut ein Drittel aller Gegentore in den 15 Minuten vor der Halbzeitpause kassiert haben”, geht der Trainer tiefer in die Analyse.

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Die Spielverläufe machten ihm mit dem Mannschaftsrat in der Winterpause deutlich, „dass wir dann die Ordnung verloren haben und oft gleich noch ein Tor schlucken mussten”. Es fehlte an der notwendigen Geduld und Positionsdisziplin, was auch „am Willen der Spieler lag, den Rückstand sofort wieder aufzuholen”. Im neuen Kalenderjahr wurde in solchen Phasen besonnener agiert. Dies zahlte sich zwar in Form von Punkten aus, jedoch litt dadurch die Anzahl der eigenen Treffer. Am Ende waren es die zweitwenigsten in der Liga.

Langwierige Verletzungen zogen sich durch die Saison

Ein anderer Grund dafür war der langwierige Ausfall der beiden Offensivspieler Maximilian Hirschmann und Paul Beil. So wie sich generell eine hohe Anzahl an langwierigen Verletzungen durch die Saison zog. „Zuvor waren wir der Meinung, einen breit aufgestellten Kader zu haben”, so Roth, „aber bereits im Oktober mussten Spieler aus der zweiten Mannschaft hochgezogen werden und wir bewegten uns phasenweise am Limit”. Insgesamt setzte Kreiselmeier 34 Spieler ein, nur ein Team benötigte mehr.

Hier zeigte sich aber auch die große Stärke des Vereins: der Zusammenhalt. Denn auch Spieler der Ersten halfen bei Bedarf in der Kreisklasse aus. „Am Ende lässt sich festhalten, dass alle über die gesamte Saison hinweg alles in die Waagschale geworfen haben, um die Klasse zu halten”, weiß der Sportliche Leiter das zu würdigen. Das gilt laut Roth, der selbst noch mitspielt, auch für die Unterstützung von außen. „Es ist etwas Besonderes, selbst auswärts stets von einem großen Zuschaueranhang begleitet zu werden.”

Die beiden „Teamsenioren als Spieler der Saison”

Der Trainer bezeichnet die beiden „Teamsenioren” Adam Roth und Michael Arnold als „Spieler der Saison”. Der 39-jährige Arnold, Vater dreier Söhne, spielte die letzten Jahre eher weniger ambitioniert bei der 3. und 2. Mannschaft, wenn er gebraucht wurde. In der Hinrunde half er bei der Ersten aus, nach der Winterpause machte er jedes Spiel und überzeugte auf der Doppelsechs ebenso wie in der Innenverteidigung.

Adam Roth (32) spielte in den letzten sieben Jahren ausschließlich Außenverteidiger. Anfang November funktionierte ihn Kreiselmeier zum Sechser um, was er letztmals in der A Klasse gespielt hatte. Dank seiner Willens- und Laufstärke machte er sich unverzichtbar und absolvierte am Ende als einziger Akteur alle 34 Saisonspiele.

In der kommenden Runde wird die Situation nicht einfacher

In der kommenden Runde wird die personelle Situation zunächst nicht einfacher. Hirschmann und Beil arbeiten nach ihren Schambeinentzündungen zwar am Comeback, das jedoch frühestens im September realistisch ist. Mit Knieverletzungen fallen Jochen Roth und Alexander Roth noch bis Jahresende aus, bei Kayhan Ali steht ist die Dauer noch unklar.

Die Nachwuchsspieler Yannick Lehnert und Marius Florschütz steigen bei der zweiten Mannschaft wieder in den Trainings- und Spielbetrieb ein, Sven Krug erwägt mit 23 Jahren seine Laufbahn zu beenden. Torhüter Simon Einzinger, Felipe Adler und Moritz Ortner stehen zwar weiterhin zur Verfügung, möchten aufgrund beruflicher und privater Verpflichtungen jedoch kürzertreten.

Armin Sand wird neuer Co-Trainer für Jürgen Lehnert

Der Trainer hat seine Zusage für eine weitere Saison gegeben. Für den bisherigen Co-Trainer Jürgen Lehnert, der dem Verein in anderer Funktion erhalten bleibt, konnte Armin Sand gewonnen werden, der beim TSC bereits Jugendmannschaften und die Zweite trainierte. Torwarttrainer bleibt Mathias Kirsch.

Die Suche nach Spielern, „die bereit sind, die sportliche Herausforderung Landesliga anzunehmen und zugleich auf jede Art von finanzieller Aufwandsentschädigung zu verzichten”, gestaltet sich laut Kreiselmeier schwieriger. Vier Neuzugänge stehen bisher fest. Torhüter Luis Weißmann (23 Jahre) kommt von der SG Petersaurach/Großhaslach, Fabio Mehringer und Luca Glanz (beide 19) von der U19 der SpVgg Ansbach sowie Michael Strempfl (27) vom SV Ornbau.

Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt am Montag, 15. Juni

Die Vorbereitung beginnt am Montag, 15. Juni. Testspiele sind bisher geplant gegen die Bezirksligisten Fortuna Neuses (24. Juni), ASV Zirndorf (28. Juni), SGV Nürnberg (30. Juni) und FC/DJK Burgoberbach (11. Juli) sowie gegen die U19 der SpVgg Ansbach (8. Juli). „Uns ist klar, dass die zweite Saison nach dem Aufstieg schwieriger wird”, sagt Kreiselmeier, zumal die Liga wegen Absteigern und Umgruppierungen noch stärker werden dürfte.

„Deshalb müssen wir weiterhin Augenmerk auf unser Defensivverhalten legen und gleichzeitig unsere offensive Durchschlagskraft steigern.” Als ein Mittel hierfür sieht er die Standardsituationen, will sein Team aber auch „zielstrebiger und mutiger in der gegnerischen Hälfte” sehen. „Wir gehen die Aufgabe mit Ruhe und Demut an, aber auch mit dem Wissen, dass wir es erneut schaffen können, wenn die Rädchen ineinander greifen.”

TSC Neuendettelsau

Saisonbilanzen
der Spieler

Name/Spiele/Minuten/Tore/Gelb

  • Simon Einzinger 33/2970/0/0
  • Moritz Ortner 33/2748/14/7
  • Simon Zenker 31/2683/1/13, dazu eine Gelb-rote und eine Rote Karte
  • Adam Roth 34/2650/0/6, dazu eine Gelb-rote Karte
  • Julius Schöniger 31/2419/6/1
  • Alexander Roth 32/2396/1/5, dazu eine Gelb-rote und eine Rote Karte
  • Louis Hirschmann 27/2075/2/5, dazu eine Rote Karte
  • Oliver Moll 23/1908/0/1
  • Sven Krug 26/1495/1/6, dazu eine Rote Karte
  • Michael Arnold 21/1474/1/1
  • Ricardo Mountzouris 30/1365/0/8, dazu eine Gelb-rote und eine Rote Karte
  • Paul Beil 14/1197/2/4
  • Jochen Roth 17/1173/0/3, dazu eine Gelb-rote Karte
  • Dennis Avramovic 19/1166/0/3
  • Maximilian Hirschmann 18/1150/3/7
  • Moritz Herboldsheimer 18/1067/0/2
  • Felipe Adler 15/1022/0/6
  • Alexander Strauß 21/507/0/1
  • Kayhan Ali 6/491/0/0
  • Kilian Kress 18/455/0/0
  • Melih May 6/414/0/1
  • Yannick Lehnert 6/148/1/1
  • Andre Folz 2/135/0/0
  • Marius Florschütz 10/130/1/0
  • Felix Frei 1/90/0/0
  • Leon Reichel 5/59/0/0
  • Erik Kristenko 2/57/0/0
  • Leon Träger 5/51/0/0
  • Lukasz Krauze 2/46/0/1
  • Niklas Kaiser 3/28/0/0
  • Samet May 1/13/0/0
  • Benedikt Schlund 1/2/0/0
  • Fabian Frei 1/1/0/0
  • Andre Hahn 1/1/0/0

Quelle: BFV

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