SpVgg Ansbach empfängt den Tabellenletzten. Ein leichtes Opfer? Eher nicht. | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 10.04.2026 12:00

SpVgg Ansbach empfängt den Tabellenletzten. Ein leichtes Opfer? Eher nicht.

Jan Mottl ersetzte zuletzt den verletzten Stammtorhüter Heiko Schiefer. (Foto: Martin Rügner)
Jan Mottl ersetzte zuletzt den verletzten Stammtorhüter Heiko Schiefer. (Foto: Martin Rügner)
Jan Mottl ersetzte zuletzt den verletzten Stammtorhüter Heiko Schiefer. (Foto: Martin Rügner)

Die Punktausbeute der vergangenen Wochen war nicht besonders, passte aber zur Leistung der SpVgg Ansbach in der Fußball-Regionalliga. Im Heimspiel gegen die SpVgg Hankofen-Hailing am Samstag, 11. April, ab 14 Uhr sollte eine Steigerung her, dann sollte es auch wieder mit einem Sieg klappen.

Einen Zähler gab es aus den drei Spielen beim TSV Aubstadt (1:2), gegen den VfB Eichstätt (1:1) und beim TSV Buchbach (1:3). „Mehr hatten wir auch nicht verdient”, findet SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber. Zu fehlerbehaftet war in der Summe der Auftritt speziell in der Vorwoche in Buchbach, speziell im Defensivverhalten.

Puscher, Angermeier und Schiefer fehlen

Kommt nun mit dem Tabellenletzten ein dankbares Opfer? Der Trainer will die Anforderungen an sein Team gar nicht speziell am Gegner ausrichten. „Es gibt sicher Mannschaften in der Liga, die individuell besser besetzt sind als Hankofen. Aber für uns sind die Basics wichtig, also erster Kontakt, Passschärfe, auf solche Dinge wollen wir uns konzentrieren. Wenn wir die gut hinbekommen, werden wir das Spiel gewinnen”, sagt Reutelhuber.

Der Trainer der Ansbacher (11. Tabellenplatz/34 Punkte) muss gegen Hankofen (18./18) auf eine ganze Reihe von Spielern verzichten. Wegen anhaltender Muskelprobleme fehlen Mirko Puscher und Björn Angermeier, Knöchelprobleme plagen immer noch Torwart Heiko Schiefer (zuletzt durch Jan Mottl ersetzt) und Noah Gebre und auch der angeschlagene Niklas Seefried soll gegen Hankofen nochmals aussetzen. Dafür kehrt Ben Müller auf seinen Posten im defensiven Mittelfeld zurück und auch Verteidiger Lukas Oberseider steht nach abgelaufener Sperre wieder im Kader.

Nur ein Sieg aus acht Spielen 2026

Die Dorfbuam aus dem Ortsteil der Gemeinde Leiblfing im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen haben aus acht Spielen 2026 nur einen Sieg errungen (2:0 daheim gegen die SpVgg Bayreuth) und insgesamt fünf Punkte. Als Tabellenletzter weist Hankofen gemeinsam mit Viktoria Aschaffenburg den schwächsten Angriff (23 Treffer) auf und die schlechteste Abwehr (59 Gegentore).

Mit dem Toreschießen tut man sich vor allem auswärts schwer. 7:23 Tore weist die Auswärtsbilanz auf sowie acht Punkte und nur einen Sieg aus 13 Spielen (1:0 bei Viktoria Aschaffenburg). Die erfolgreichsten Torschützen sind Tobias Lermer mit sechs Treffern und Andreas Wagner mit vier. Das torreiche Hinspiel (6:3 für Ansbach) sticht in der Statistik für diese Saison bei beiden Vereinen heraus. Es war das einzige Mal, dass Hankofen drei Tore in einem Spiel erzielte, und auch das einzige Mal, dass die Ansbacher auf sechs Treffer kamen.

Zweimal einen 2-Tore-Rückstand egalisiert

Für Hoffnung, im Endspurt die vier Zähler Rückstand auf das gesicherte Mittelfeld noch aufholen zu können, sorgt bei der Truppe von Trainer Tobias Beck die Tatsache, dass seine Elf immer wieder Widerstandskraft beweist. In den Spielen gegen die SpVgg Greuther Fürth II (2:2) und gegen den VfB Eichstätt holte sie jeweils einen 2-Tore-Rückstand auf. Gegentreffer in der Schlussphase führten gegen den VfB (2:3) und zuletzt gegen Wacker Burghausen (0:1) zu bitteren Niederlagen.

“Offensiv hat Ansbach einiges zu bieten. Das durften wir leider schon am eigenen Leib erfahren. Defensiv ist die Mannschaft allerdings nicht unverwundbar. Entscheidend wird sein, ob wir die Intensität auf den Platz bringen, mit der die Spielvereinigung fast immer zu Werke geht und entsprechend dagegenhalten können. Schaffen wir das, liegt ein Erfolg im Bereich des Möglichen“, sagt Trainer Tobias Beck.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
north