Spiel mit Farben und Materialien in der Galerie Decima in Herrieden | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.05.2024 17:00

Spiel mit Farben und Materialien in der Galerie Decima in Herrieden

Galerist und Künstlerin bei der Ausstellungseröffnung: Johann Buckel würdigte das Talent der 29-jährigen Annika Knippelberg. (Foto: Werner Wenk)
Galerist und Künstlerin bei der Ausstellungseröffnung: Johann Buckel würdigte das Talent der 29-jährigen Annika Knippelberg. (Foto: Werner Wenk)
Galerist und Künstlerin bei der Ausstellungseröffnung: Johann Buckel würdigte das Talent der 29-jährigen Annika Knippelberg. (Foto: Werner Wenk)

„In meinen Bildern gehe ich in Beziehung zu mir und dem, was mir entgegentritt. Ich lasse die Unvollkommenheit zu und frage nach dem ‚Was brauchst du?‘. Ich gehe ins Gespräch mit dem Bild.“ Das erklärte Annika Knippelberg bei der Eröffnung ihrer Ausstellung „Wenn die Seele spricht“ in der Decima Kunstgalerie in Herrieden.

Diese Schau unterscheide sich wesentlich von den bislang insgesamt 60 Ausstellung in seiner Galerie, betonte Johann Buckel. Denn bei einem Großteil der Bilder verzichtet die Künstlerin auf den Rahmen. Erst nach näherem Betrachten habe sich diese Art der Präsentation für ihn erschlossen und eine große Bewunderung gefunden, sagte Buckel. Denn Bilder ohne Rahmen gingen in die Wand über und stellten ein Gesamtprojekt dar.

Vom Dunkel zum Licht

Die 29-Jährige zeigt Arbeiten, die sie mit Kohle, Bleistift, in Wasser-Öl-Emulsion-Technik und Linoldruck hergestellt hat. Sie spiele mit Farben und Materialien, erzählte Knippelberg. Ihr künstlerisches Schaffen sei ein Prozess, bei dem sich aus dem Nichts ein Gemälde bahnt. Während des Malens wechsele oft das Gefühl, manchmal kämen eigene Zweifel, Ansprüche auf Perfektion oder der Gedanke, was ihr das Malen bringe und für wen es einen Wert haben solle, hinzu.

Wenn sie male, führte Knippelberg ihre Gedanken weiter, wähle sie ihren Ausdruck, ihre eigene Farbe, ihre eigene Stimme, die sie den Farben leihe. Zu Beginn ihres künstlerischen Schaffens standen dunkle Farben im Vordergrund. Dann habe sie jedoch gemerkt, dass Bilder Licht bräuchten, weshalb sie Stück für Stück hellere Töne verwendete.

Ihren Weg in die Kunst fand Annika Knippelberg laut eigener Aussage in der Kindheit. Etliche Ausflüge in Münchner Kunstgalerien hätten einen starken Eindruck hinterlassen. Beim Malen mit Wasserfarbe habe sich eine Bekannte die Zeit genommen, um mit ihr ihre Bilder zu betrachten und zu besprechen. Auch ihr Opa, der selbst Künstler gewesen ist, habe sie unterstützt, berichtete die 29-Jährige.

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Annika Knippelberg besuchte das Gymnasium Carolinum in Ansbach. Derzeit studiert sie Waldorf-Pädagogik mit Schwerpunkt Kunst. Ihr Studium will sie voraussichtlich im Mai 2025 mit einem Bachelor of Arts abschließen.

Die Ausstellung in der Decima-Galerie ist bis zum 26. Mai donnerstags bis sonntags jeweils von 13.30 bis 17.30 Uhr zugänglich. Der Eintritt ist frei.


Von Werner Wenk
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