Sperrungen der Strecke Würzburg–Treuchtlingen: Der Fahrplan zum Baustellen-Herbst | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.09.2025 15:26, aktualisiert am 09.10.2025 10:23

Sperrungen der Strecke Würzburg–Treuchtlingen: Der Fahrplan zum Baustellen-Herbst

Der Regionalverkehr auf der Strecke Würzburg–Treuchtlingen, hier bei Ansbach, ist im Herbst 2025 von zahlreichen Baustellen geprägt. (Foto: Johannes Hirschlach)
Der Regionalverkehr auf der Strecke Würzburg–Treuchtlingen, hier bei Ansbach, ist im Herbst 2025 von zahlreichen Baustellen geprägt. (Foto: Johannes Hirschlach)
Der Regionalverkehr auf der Strecke Würzburg–Treuchtlingen, hier bei Ansbach, ist im Herbst 2025 von zahlreichen Baustellen geprägt. (Foto: Johannes Hirschlach)

Ein Herbst der Baustellen steht Fahrgästen auf der Bahnstrecke Würzburg–Ansbach–Treuchtlingen bevor. Besonders anstrengend wird es für Pendlerinnen und Pendler nach Würzburg. Und das Ausmaß wird immer absurder.

Wie Arverio, der Betreiber der Regionalzüge auf der Strecke, in einer Pressemitteilung bekanntgibt, überlagern sich vom 10. Oktober bis 13. Dezember mehrere Teilsperrungen der Magistrale. Grund dafür sind laut Arverio umfangreiche Bauarbeiten der Deutschen Bahn (DB) an der Infrastruktur.

Sperrung Marktbreit–Würzburg bis Dezember 2025

So soll während des gesamten Zeitraums der Abschnitt Marktbreit–Würzburg für Züge gesperrt sein. Für den Regionalexpress der Linie RE80 heißt das: Schienenersatzverkehr zwischen Uffenheim und Würzburg (ohne Halt in Marktbreit). Zusätzlich soll es einen Pendelbus zwischen Marktbreit und Ochsenfurt geben. Dieser startet in Marktbreit ab der Haltestelle Lagerhaus, in Ochsenfurt gebe es dann Anschluss an Busse in Richtung Würzburg. Diese Regelung gilt auch für die Gegenrichtung.

Die Sperrung der Strecke sollte ursprünglich ab dem 10. Oktober beginnen. Nun teilte Arverio mit, dass sie erst sieben Tage später, ab dem 17. Oktober, in Kraft trete. Für den Schienenersatzverkehr ändert sich dennoch nichts: „Wir können so kurzfristig die Planungen für unseren Betrieb und das Personal und damit für den Schienenersatzverkehr nicht mehr ändern. Es tut uns sehr leid für unsere Fahrgäste, aber wir müssen schon ab dem 10. Oktober auf den Schienenersatzverkehr umstellen, obwohl die Strecke noch eine Woche länger benutzbar ist“, wird ein Mitarbeiter von Arverio in der Pressemitteilung zitiert.

So läuft der Schienenersatzverkehr

Fahrgäste werden demnach gebeten, wie zunächst geplant, in Uffenheim auszusteigen. Dort werde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Der Zug fahre zwar zwischen dem 10. und 17. Oktober über Marktbreit hinaus bis Ochsenfurt weiter, könne aber aufgrund der Zugsicherungstechnik vor Ort keine Fahrgäste auf dem Abschnitt mitnehmen.

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Am 9. Oktober teilte Arverio nun auch noch mit, dass eine kurzfristig angekündigte Straßenbaustelle in Goßmannsdorf (Landkreis Würzburg) den Ersatzbussen die Anfahrt zum Bahnhof unmöglich macht. Deshalb hält der Schienenersatzverkehr nun an der Gervaisstraße (auf Höhe der Firma Danone).

Während der Sperrung sollen laut DB auch Intercity-Züge auf der Relation entfallen, darunter die ICs Hamburg–Berchtesgaden und Hamburg–Oberstdorf.

Weitere Beeinträchtigungen auf dem RE80 über Ansbach

Für den Regionalverkehr kommen weitere Beeinträchtigungen hinzu, wie Arverio beschreibt. Vom 17. bis 26. Oktober ist demnach wegen Arbeiten am Stellwerk in Ansbach die Gesamtstrecke Würzburg–Treuchtlingen gesperrt. Der Schienenersatzverkehr fährt auf gesamter Strecke.

Und daran anschließend vom 27. Oktober bis 28. November stünden weitere Arbeiten an. Hierbei werde der RE80 im Zweistundentakt zwischen Marktbreit und Treuchtlingen verkehren. In den Tagesrandlagen könne es zu Schienenersatzverkehr kommen. Am Wochenende vom 1. und 2. November soll zudem eine weitere Totalsperrung zwischen Ansbach und Treuchtlingen stattfinden. Auch hier ist Busersatz einkalkuliert.

Den gesamten Baufahrplan hat Arverio hier zusammengestellt.

Neue Zeiten für die Generalsanierungen

Derweil hat die DB ihre groß angekündigte Generalsanierung der Strecke um ein Jahr nach hinten verschoben. Eigentlich sollte die Infrastruktur zwischen Würzburg und Treuchtlingen 2028 komplett auf Vordermann gebracht werden, begleitet von einer monatelangen Vollsperrung. Nun hat der Konzern die Reihenfolge der Generalsanierungen in Deutschland erneut rotiert. Dabei rutschte die Strecke auf das Jahr 2029. Die Strecke Nürnberg–Würzburg, die nach ersten Planungen eigentlich ebenfalls 2028 an der Reihe gewesen wäre, soll nun 2031 ihre Frischzellenkur erhalten.


Johannes Hirschlach
Johannes Hirschlach
Redakteur für Digitales
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