Sommerurlaub mit Diabetes: Diese Dinge sollte man beachten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.07.2026 15:46

Sommerurlaub mit Diabetes: Diese Dinge sollte man beachten

Insulin-Pen bereit, falls es nötig wird: Zeitverschiebung, Hitze, mehr Bewegung – im Urlaub kann der Blutzucker schnell aus der Reihe tanzen. (Foto: Hannes P Albert/dpa/dpa-tmn)
Insulin-Pen bereit, falls es nötig wird: Zeitverschiebung, Hitze, mehr Bewegung – im Urlaub kann der Blutzucker schnell aus der Reihe tanzen. (Foto: Hannes P Albert/dpa/dpa-tmn)
Insulin-Pen bereit, falls es nötig wird: Zeitverschiebung, Hitze, mehr Bewegung – im Urlaub kann der Blutzucker schnell aus der Reihe tanzen. (Foto: Hannes P Albert/dpa/dpa-tmn)

Nach einem anstrengenden Reisetag will man nur noch eines: ins Hotelbett fallen. Diabetikerinnen und Diabetiker sollten am ersten Abend vor dem Einschlafen aber eines nicht vergessen - noch einmal den Blutzuckerspiegel zu messen.

Denn: „Die größte Gefahr für eine Unterzuckerung liegt oft nicht im Flugzeug oder im Zug, sondern in der ersten Nacht am Urlaubsort“, warnt Sebastian Bittner vom Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD).

Eine lange Anreise, womöglich mit Zeitverschiebung, hohe Temperaturen, mehr Bewegung als sonst, eine spätere Essenszeit, ein Begrüßungsdrink mit Alkohol: Auf all das kann der Stoffwechsel sensibel reagieren, wodurch der Blutzuckerspiegel von Diabetikerinnen und Diabetikern insbesondere am ersten Abend aus der Reihe tanzen kann. 

Bewegung lässt den Blutzuckerspiegel sinken

Auch abgesehen davon sollten Diabetikerinnen und Diabetiker im Urlaub lieber einmal öfter ihren Blutzucker checken. Hitze und Sonnenbäder etwa können die Wirkung von Insulin beschleunigen, erklärt der VDBD. Und Bewegung - ob wandern, spazieren oder schwimmen - senkt den Blutzuckerspiegel. 

Um bei zu niedrigen Messwerten auch unterwegs gegensteuern zu können, sollten Diabetikerinnen und Diabetiker stets Traubenzucker, Saft oder kleine Snacks griffbereit haben. Gut, wenn sie zudem einen Notfallausweis mit relevanten Informationen für Notfälle bei sich tragen. Vorlagen auf Englisch oder Türkisch kann man auf dem Portal „diabinfo.de“ herunterladen. 

Insulin und Co.: Doppelte Menge einpacken 

Übrigens: Die Menge an Diabetes-Equipment wie Insulin, Tabletten oder Teststreifen sollte man für den Urlaub nicht zu knapp kalkulieren. Der Rat von „diabinfo.de“ lautet: doppelt so viel einpacken, wie man rechnerisch benötigt. 

Medikamente und Co. gehören bei Flugreisen unbedingt ins Handgepäck, wie der VDBD rät. Findet der aufgegebene Koffer nicht den Weg an den Urlaubsort, steht man sonst ohne da. Plus: Bei den geringen Temperaturen im Frachtraum eines Flugzeugs kann Insulin Schaden nehmen - und seine Wirkung verlieren. 

Damit es bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen keine Probleme gibt, sollten Diabetikerinnen und Diabetiker sich vor der Reise eine ärztliche Bescheinigung ausstellen lassen, dass sie die mitgeführten Medikamente und Geräte benötigen.

© dpa-infocom, dpa:260707-930-347904/1


Von dpa
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