Solarpark Flachslanden wächst: Wer hinter dem Projekt steckt | FLZ.de

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Solarpark Flachslanden wächst: Wer hinter dem Projekt steckt

Der Solarpark Flachslanden wird auf einer Fläche bei Kettenhöfstetten errichtet. Inzwischen ist eine Reihe an Solarpanelen montiert. (Foto: Hans Henninger)
Der Solarpark Flachslanden wird auf einer Fläche bei Kettenhöfstetten errichtet. Inzwischen ist eine Reihe an Solarpanelen montiert. (Foto: Hans Henninger)
Der Solarpark Flachslanden wird auf einer Fläche bei Kettenhöfstetten errichtet. Inzwischen ist eine Reihe an Solarpanelen montiert. (Foto: Hans Henninger)

Bei Kettenhöfstetten entsteht derzeit der erste Teil des Solarparks Flachslanden. Genau wie beim Windpark Birkenfels handelte es sich um eine Bürger-Anlage. Somit können die Anteilseigner von den Erträgen direkt profitieren.

Für Bürgermeister Hans Henninger sind die erneuerbaren Energien eine Herzensangelegenheit. Mit der kommunalen Bürger-Freiflächenphotovoltaikanlage (PV-Anlage) soll nicht nur umweltfreundliche Stromproduktion unterstützt, sondern auch die lokale Wirtschaft gestärkt und die Beteiligung der Einwohner gefördert werden. Im Gemeinderat informierte er über den aktuellen Stand.

Die Windräder drehen sich seit acht Jahren

Nachdem der Bürgerwindpark Birkenfels seit über acht Jahren Energie produziert und knapp 10,6 Millionen Euro erwirtschaftet hat, will die Marktgemeinde nun auch verstärkt die Kraft der Sonne nutzen. Betreiber des Solarparks ist die Neue Energie Markt Flachslanden UG, für die Planung zeichnet auch diesmal die Firma Naturenergie Zeilinger aus Markt Erlbach verantwortlich. Um die Ausführung kümmert sich das Unternehmen HEG Energie aus Geslau.

Der Solarpark mit einer Gesamtgröße von rund 20 Hektar ist auf zwei Standorte verteilt – der zweite befindet sich bei der Rangenmühle zwischen Borsbach und Kellern. Die Arbeiten dort haben noch nicht begonnen. Seit Anfang August wird die Anlage bei Kettenhöfstetten installiert. Bei den Panelen hat man sich für bifaziale Module entschieden – diese besitzen im Gegensatz zu monofazialen Modulen auf beiden Seiten lichtabsorbierende Schichten. Das heißt, sie können das Sonnenlicht sowohl auf der Vorder- als auch der Rückseite absorbieren und in elektrische Energie umwandeln. Demnächst steht der Bau der Einspeiseleitung zum Umspannwerk nach Buch bei Trautskirchen an.

Immer häufiger müssen PV-Anlagen abgeschaltet werden, weil das Netz den Strom nicht aufnehmen kann. (Symbolbild: Brian Inganga/AP/dpa)
Immer häufiger müssen PV-Anlagen abgeschaltet werden, weil das Netz den Strom nicht aufnehmen kann. (Symbolbild: Brian Inganga/AP/dpa)

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03.09.2024 15:39
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150 Personen halten Anteile am Solarpark bei Kettenhöfstetten

Finanziert wird das Projekt über die Kommune in Partnerschaft mit den Bürgern. Wie beim Windpark investieren die Menschen vor Ort, um später hoffentlich von den Erträgen zu profitieren. Wie Henninger mitteilte, ist die Bürgerbeteiligung erfolgreich abgeschlossen. 150 Personen zeichneten Anteile an dem Solarpark. Sie konnten sich mit einem Betrag zwischen 250 und 25.000 Euro beteiligen. Auch einige Bürgerbusfahrer und Gesellschafter des Windparks sind mit im Boot.

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Henninger erhofft sich für den Markt Flachslanden ebenfalls finanzielle Vorteile. „Wir erwarten einen spürbaren wirtschaftlichen Bonus für die Gemeinde.“

PV-Anlage

Das Projekt in Zahlen

  • Fläche Kettenhöfstetten: circa 9 Hektar
  • Fläche Rangenmühle (geplant): circa 11 Hektar
  • Gesamtleistung (beide Anlagen): 25 Mio. Kilowattstunden pro Jahr
  • Gesamtkosten: etwa 14,7 Mio. Euro
  • Geplante Inbetriebnahme: März 2025
  • Versorgte Haushalte: rund 8500
  • Co2-Einsparung: etwa 15.000 Tonnen pro Jahr


Andrea Walke
Andrea Walke
... ist Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach und seit Dezember 2012 bei der FLZ. Sie fühlt sich in Rathäusern genauso wohl wie in Gerichtssälen und trifft am liebsten Menschen, die eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Seit 2017 betreut sie redaktionell die Aktion "FLZ-Leser helfen".
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