Laut und verständlich sprechen, Blickkontakt zum Publikum halten: Die Grundregeln, die jeder und jede beim Präsentieren beachten sollte, sind eigentlich klar. Doch gerade der letzte Punkt fällt vielen schwer. Denn Blickkontakt zu halten, ist anstrengend und kann Rednerinnen und Redner mitunter verunsichern. Er ist aber wichtig für ein souveränes Auftreten und um die Aufmerksamkeit von Zuhörerinnen und Zuhörern zu binden. Was also tun, wenn's hier klemmt?
Coachin und Autorin Yvonne de Bark gibt Rednerinnen und Rednern in einem Blog-Beitrag im Karrierenetzwerk Xing einen einfachen Tipp: üben. Und das geht so: Suchen Sie sich ein Foto von einer fremden Person, die direkt in die Kamera schaut - zum Beispiel im Netz. Die Person sollte dabei möglichst nicht lächeln, um den Ernstfall in der Präsentation zu simulieren. Diesen Foto-Augen schauen Sie dann für zehn Sekunden lang ruhig in die Augen. Wer dabei Unbehagen oder Unwohlsein verspürt, sollte trotzdem nicht wegschauen.
Währenddessen sollten Sie innerlich einen einfachen Satz denken: „Ich mag dich.“ Nach diesen zehn Sekunden hat das Gehirn Yvonne de Bark zufolge etwas Wichtiges gelernt: „Augenkontakt ist ungefährlich. Es passiert nichts Schlimmes.“ Ein paar Wiederholungen dieser Übung können dafür sorgen, dass Blickkontakt mit echten Menschen anschließend deutlich leichter fällt.
Bei einem größeren Publikum können Rednerinnen und Redner ohnehin nicht jede Person im Raum einzeln anschauen. Dann hilft Yvonne de Bark zufolge eine einfache Struktur für den Blickkontakt: Mit dem Blick einfach ein gedachtes W durch den Raum abfahren. „Links außen beginnen, dann Mitte, dann rechts, dann wieder zurück über die andere Seite.“ An jedem dieser Punkte sollte der Blick für etwa zwei Sekunden gehalten werden, um die Aufmerksamkeit aufs Publikum gleichmäßig zu verteilen.
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