Ein guter Kompost ist im Garten Gold wert: Er liefert wertvollen Humus und sorgt für gesunde Böden. Dabei ist entscheidend, wie er angelegt und gepflegt wird. Wer ein paar grundlegende Regeln beachtet, verhindert Gerüche und beschleunigt die Zersetzung.
Ideal ist laut dem Umweltbundesamt ein Platz im Halbschatten auf wasserdurchlässigem Boden. Um Streit mit den Nachbarn zu vermeiden, sollte der Kompost mit genügend Abstand zur Grundstücksgrenze angelegt werden - besonders zu Terrassen und Fenstern. Ein Drahtgitter am Boden kann Nagetiere fernhalten.
Der Kompost sollte gut durchlüftet sein und aus einer guten Mischung aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Das erreicht man am besten durch einen schichtweisen Aufbau.
So schichtet man laut dem Naturschutzbund (Nabu) richtig:
Ist der Kompost richtig aufgesetzt und gut gepflegt, riecht er nach Angaben des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau und Landespflege (BLGL) angenehm - etwa nach Erde oder Waldboden.
Der Kompost müffelt in der Regel nur, wenn er zu feucht oder zu wenig Sauerstoff vorhanden ist. Das passiert, wenn zu viel weicher und nasser Abfall auf dem Kompost landet.
Trockener Rasenschnitt kann laut Nabu problemlos auf den Kompost - frischer hingegen nur in Maßen, das gilt auch für Unkraut. Auch Laub und Erde aus dem Garten können kompostiert werden.
Erkrankte Pflanzenteile oder Pflanzen, die von Schädlingen befallen sind, gehören nicht auf den Kompost. Baum- und Strauchschnitt sollte vorher zerkleinert werden.
Zusätzlich sollte der Kompost in regelmäßigen Abständen umgesetzt werden, idealerweise mit einer Grabgabel, empfiehlt der BLGL. Dadurch gelangt immer wieder ausreichend Sauerstoff hinein und es bilden sich keine verdichteten Klumpen.
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