Bei einem Unfall auf der Staatsstraße 2223 zwischen Volkersdorf und Alberndorf (Landkreis Ansbach) ist ein 43-jähriger Motorradfahrerschwer verletzt worden, laut Polizeibericht bestand jedoch keine Lebensgefahr. Der Motorradfahrer, der zunächst nicht ansprechbar war, wurde per Rettungshubschrauber in ein Nürnberger Klinikum geflogen.
Der Unfall ereignete sich gegen 16 Uhr in Fahrtrichtung Ansbach. Nach aktuellem Ermittlungsstand wollte ein 28-jähriger Autofahrer aus einer Schlange hinter einem langsamen Wohnmobil heraus auf der übersichtlichen Strecke zum Überholen ansetzen und scherte dazu auf die Gegenspur aus. Gleichzeitig setzte der Motorradfahrer, der sich mehrere Positionen dahinter befand und aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim stammt, ebenfalls zum Überholen an und war wegen der besseren Beschleunigung bereits in Höhe des Pkw.
Beim Zusammenstoß verloren beide Fahrer die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und kamen nach links von der Fahrbahn ab. Der Kradfahrer wurde auf einen angrenzenden Fuß- und Radweg geschleudert, der Autofahrer kam in einem Maisfeld zum Stehen. Der 28-Jährige konnte sich selbstständig aus seinem Wagen befreien und leistete dem Motorradfahrer umgehend Erste Hilfe. Unterstützt wurde er dabei von einer Besatzung des Technischen Hilfswerks (THW), die sich zufällig auf der gleichen Strecke auf dem Nachhauseweg von einem Ferienlager befand.
Nach der Versorgung durch Rettungssanitäter und die inzwischen per Helikopter gelandete Notarztbesatzung wurde der Kradfahrer in ein Klinikum nach Nürnberg geflogen. Der Autofahrer wurde mit leichten Verletzungen ebenfalls in ein Klinikum gebracht, konnte aber wenig später wieder entlassen werden.
An den beiden Fahrzeugen entstand jeweils Totalschaden. Die Staatsstraße war für gut anderthalb Stunden gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter vor Ort mit der Aufklärung des Unfallhergangs beauftragt.