Ein medizinischer Notfall war der Grund für einen Unfall mit einem Lastwagen am Donnerstagabend auf der Autobahn A6 im Bereich Lichtenau (Landkreis Ansbach). Es kam zu langen Staus in Richtung Nürnberg. Wegen der nahen Rezat wurde verseuchtes Erdreich sofort beseitigt.
Wie die Polizei berichtet, kam es zu dem Unfall gegen 17.45 Uhr in Richtung Nürnberg zwischen den Anschlussstellen Ansbach und Lichtenau. Vermutlich aufgrund eines medizinischen Notfalls kam der 51-jährige tschechische Fahrer eines Lkw-Gespanns zunächst nach rechts in die Außenschutzplanke, wurde von dieser abgewiesen und prallte schließlich gegen die Mittelschutzplanke.
Dort blieb sein Fahrzeug auf der Fahrbahn zum Stehen. Unter anderem wurde der Dieseltank stark beschädigt, wodurch Kraftstoff auslief. Die Feuerwehren Burgoberbach und Brodswinden waren deswegen und zur Absicherung der Unfallstelle vor Ort. Danach wurde diese durch die Autobahnmeisterei Herrieden übernommen. Eine Fachfirma kümmerte sich um das Abschleppen des Fahrzeuggespanns.
Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach bewertete die Situation wegen des ausgelaufenen Diesels. Weil der Unfall in unmittelbarer Nähe zur Fränkischen Rezat geschah und Regenfälle gemeldet waren, wurden noch in der Nacht Baggerarbeiten begonnen, um das betroffene Erdreich abzutragen. Bis zum Abschluss der Arbeiten gegen 2.45 Uhr am Freitag kam es deshalb weiter zu Behinderungen. Der Verkehr konnte laut Polizei für einen Großteil der Sperrungen zumindest einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.
Der Lkw-Fahrer blieb durch den Unfall unverletzt, zeigte jedoch laut Polizei starke Anzeichen eines internistischen Problems und wurde deshalb nach der ersten Versorgung durch den Rettungsdienst in das Krankenhaus nach Ansbach gebracht. Weitere Personen oder Fahrzeuge wurden nicht geschädigt. Der entstandene Gesamtschaden wird vorläufig auf 150.000 bis 200.000 Euro geschätzt.