Die Eigentümer brachten es augenzwinkernd auf den Punkt. „Da ist jetzt ein gescheiter Baumarkt, nicht mehr zwei halbgescheite“, meinte Stephan Pehl bei der kleinen Zeremonie in der neuen BayWa, die am Montag nach umfangreichen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen auf dem Areal an der Schweinsdorfer Straße eröffnet wurde.
Das neue Geschäft mit einer Verkaufsfläche von rund 5800 Quadratmetern und knapp 140 Parkplätzen ist das Ergebnis einer Weichenstellung, die vor etwa 15 Monaten getroffen wurde. So sollte aus zwei Baumärkten am Standort Rothenburg einer werden.
Stephan Pehl beschloss damals, sein in verkehrsgünstiger Lage unweit des Galgentors gelegenes Geschäft aufzugeben und das Gelände für die Schaffung eines neuen und größeren BayWa-Marktes zur Verfügung zu stellen. Der Umbau begann Mitte 2023. Die alte BayWa an der Wolffstraße wurde bis zuletzt weitergeführt. Parallel dazu lief in den vergangenen Wochen das Bestücken der neuen Räume, in denen am Montag der Verkaufsbetrieb startete.
Die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG ist Pächter des Geländes und des Gebäudekomplexes, in dessen Umgestaltung Eigentümer Stephan Pehl nach eigenen Angaben rund 3,5 Millionen Euro investiert hat. Bei der Einweihung sprach der 66-Jährige von einer „Win-Win-Situation“ für alle Seiten, vor allem auch für die Kunden. Denn an einem attraktiven Standort gebe es jetzt ein deutlich erweitertes Angebot.
Oberbürgermeister Dr. Markus Naser bestätigte diese Einschätzung. „Lieber ein schlagkräftiger Baumarkt als zwei, die das Gleiche anbieten“, meinte der Rathauschef. Schmunzelnd fügte er hinzu, dass die neuen Betreiber mit einem speziellen Umstand vermutlich noch einige Zeit leben müssten: Der Verkehrsknotenpunkt, an dem der Baumarkt liege, heiße im Volksmund seit Jahrzehnten Pehl-Kreuzung. Das werde sich vermutlich so schnell nicht ändern, prophezeite Naser.
Für die Unternehmensführung der BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG war mit Reinhold Semer einer der Gesellschafter mit seiner Frau Katharina aus Dortmund zur Eröffnung angereist. Die Situation der Branche sei nach wie vor schwierig, da sich die Kunden wegen der Krisen der vergangenen Jahre bei Anschaffungen zurückhielten, meinte Semer. Er sei aber zuversichtlich, dass am hiesigen Standort die Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung sehr gut seien.
Das Schlusswort hatte Marktleiter Eduard Seiber. Er dankte allen 30 Beschäftigten am Standort, darunter elf Personen aus dem alten Pehl-Team, für ihr Engagement in den vergangenen Monaten.