Schon vor Jahren hat sich der Verein Citymarketing Ansbach aufgelöst. Eine Nachfolge dafür, in Form eines Zusammenschlusses Marketing für die Innenstadt zu betreiben, war lange nicht in Sicht. Jetzt will sich die Gewerbeinitiative „MiteinANder – füreinANder“ als derzeit lose Gemeinschaft „etwas verstetigen”.
In dem Verein Citymarketing Ansbach (CMAN) arbeiteten einst Akteurinnen und Akteure aus dem Einzelhandel, der Gastronomie, der Dienstleistung, aus den Reihen der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer und des Handwerks sowie Industrieunternehmen, die Kommune und das Brücken-Center zusammen. Dies ist lange Geschichte.
Nun trat vor einiger Zeit die Initiative „MiteinANder – füreinANder“ auf den Plan. „Es werden immer mehr Händlerinnen und Händler, die sich an diesen Aktionen beteiligen”, sagt Elke Homm-Vogel. Sie ist eine Vertreterin der Initiative.
„Die Citywerkstatt war eine gute Idee”, seinerzeit ausgegangen von der Industrie- und Handelskammer (IHK), stellt sie in diesem Zusammenhang eigens fest. Verbunden ist die Citywerkstatt-Idee mit dem Namen des damaligen Vorsitzenden des IHK-Gremiums Ansbach, Dieter Guttendörfer.
Was leistet nun „MiteinANder – füreinANder“? Bei der jüngsten Aktion, einer „Märchenhaften Rätsel-Rallye” bis 28. Februar, sind 29 Mitwirkende dabei, vor allem Geschäfte.
Als Stamm bei den Aktionen nennen Elke Homm-Vogel und Elke Knöbl, eine weitere Vertreterin der Initiative, über 20. Bei der Ostereier-Suchaktion 2025 waren es nach Elke Knöbls Worten gar 32 Teilnehmende. Ob Geschäfte, Dienstleisterinnen und Dienstleister oder Gastronomie: „Man sieht auch, dass jeder mit Spaß bei der Sache ist”, betont Elke Homm-Vogel, die Ansbacher Bürgermeisterin ist.
Als Stärke der Akteurinnen Angela Engerer, Elke Knöbl, Edith Thiemer und Manuela Trapp bezeichnet sie die persönliche Ansprache anderer. Es seien Gesichter inhabergeführter Geschäfte, die den Kern der Initiative bildeten.
Den Nahversorger Tante Anna, für den Elke Homm-Vogel selbst steht, nennt sie „die Heimat dieser Wilden 13”, als die „MiteinANder – füreinANder“ einmal gestartet war. „Die Herausforderungen werden natürlich immer größer”, legt sie dar. Eine oder einer allein könne diese gar nicht bewältigen. Die Stadtgesellschaft nehme eine Gemeinschaft stärker wahr.
Sie erwähnt zum Beispiel Gespräche, etwa zu Langen Einkaufsnächten oder verkaufsoffenen Sonntagen. Hier ist für sie wichtig, „eine Stimme für die Altstadthändler” zu sein. Freilich sei man hier nicht immer einig, da es unterschiedliche Schwerpunkte gebe.
Wie und wann will sich die Initiative nun „verstetigen”? Stattfinden soll es im Frühjahr, wie Elke Homm-Vogel und Elke Knöbl ankündigen. Sie sprechen von einer Anfangsphase der Pläne, und Details müssten „noch diskutiert werden”. Ob es zum Beispiel in die Richtung der Rechtsform eines Vereins geht, „ist in der Diskussion”. So vieldeutig drücken sich beide im Augenblick aus. Vorgesehen sei auf jeden Fall eine gemeinsame „offizielle Kontoführung”.
Ein Verein „bringt viele Vorteile”, aber man müsse auch Bedenken ernst nehmen, erläutert Elke Homm-Vogel. Elke Knöbl geht auf die Stärke des kleinen Verbunds momentan ein, während ein Verein einem Regelwerk unterworfen sei. Unabhängig davon will „MiteinANder – füreinANder“ ein „wichtiger Partner für die Innenstadtentwicklung” sein, wie Elke Homm-Vogel ausführt.
Was die Akteurinnen und Akteure in ihren „Geschäften tun, trägt zur Attraktivitätssteigerung der Altstadt bei – dass mehr Menschen in die Stadt kommen”. Sie weist der Initiative allerdings nicht den Anspruch zu, dass sie alles richtig mache oder dass es das Einzige sei, um die Innenstadt attraktiver zu gestalten.
Die Initiative stemmt laut den Worten ihrer Vertreterin alles aus „Bordmitteln”, aus Beiträgen der Beteiligten. Die erste Aktion entstand vor einem guten Jahr, zur Langen Einkaufsnacht Ende 2024. Die Ostereier-Suchaktion etwa soll sich dieses Jahr wiederholen.
„Wir haben sehr viel Pionierarbeit geleistet jetzt im ersten Jahr und fast jeden Monat eine Aktion gestemmt”, unterstreicht Elke Homm-Vogel. Dies sei natürlich etwas viel; für die einen oder anderen vielleicht etwas zu viel Dynamik, nachdem jahrelang mehr oder weniger Stillstand geherrscht habe. Diese Dynamik ist ihrer Ansicht nach aber nötig.
Auf Instagram informiert die Initiative auf @in.ansbach über sich.