Wegen Komplikationen an einer neuralgischen Passage hat es zwar deutlich länger gedauert als geplant. Inzwischen ist der Radweg entlang der Kreisstraße zwischen Dombühl und Schillingsfürst aber fertig und durchgängig nutzbar. Die symbolische Inbetriebnahme erfolgte am Mittwoch.
Erledigt wurde diese Amtshandlung von den Bürgermeistern Jürgen Geier und Michael Trzybinski. Mit ihren E-Bikes passierten sie jene Stelle des Radwegs, an der die beiden Gemeindegebiete aneinander stoßen. Offiziell eingeweiht werden soll die etwa drei Kilometer lange Verbindung auch. Das klappt aus terminlichen Gründen allerdings erst im Frühjahr 2026.
Gekostet hat der Radweg, der durchgängig asphaltiert ist, rund 1,75 Millionen Euro. Zugesichert wurden staatlich Fördermittel von 1,1 Millionen Euro. Der Landkreis Ansbach beteiligt sich aufgrund seiner Zuständigkeit für die daneben verlaufende Straße mit knapp 150.000 Euro. Den Restbetrag haben die beiden Kommunen aus Eigenmitteln zu finanzieren, und zwar gemäß ihres Streckenanteils. Auf die Gemarkung Dombühl entfallen von der Gesamtlänge von insgesamt 3,1 Kilometern 1,6, auf Schillingsfürst 1,5 Kilometer.
Die beiden Bürgermeister äußerten sich bei ihrem Treffen auf halbem Weg am Grenzstein sehr erfreut und sprachen von einer deutlichen Aufwertung der Infrastruktur in den beiden Gemeinden. Die Projektrealisierung hatte sich über mehrere Jahre gezogen. Erstmals über eine solche Verbindung gesprochen worden sei schon 2015, erinnerte sich der Schillingsfürster Rathauschef Trzybinski.
2021 konnte dann laut Bürgermeister Geier mit dem Grunderwerb begonnen werden. Es folgte eine teilweise komplizierte Vorbereitungsphase, einschließlich einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (SAP). Parallel dazu lief die Detailplanung. Auch die Finanzierung war kein Selbstläufer, weil es über das alte staatliche Förderprogramm für Radwege keine Fördermittel mehr gab. Ein vom Landkreis unterstützter Antrag auf Bewilligung von FAG-Mitteln sei aber schließlich erfolgreich gewesen, so der Dombühler Bürgermeister Geier.
Im Februar 2024 bildeten Rodungsarbeiten am Waldrand den Auftakt der baulichen Umsetzung, die im Mai dann richtig begann. Im Frühjahr 2025 war der größte Teil der Trasse dann zwar fertig. Freigegeben werden konnte die Strecke aber nicht, weil der Abschnitt am Schillingsfürster Fischhausbad noch fehlte. Dort mussten dann auch diverse bauliche Probleme und Herausforderungen gelöst werden, was zu erheblichen Verzögerungen führte, weshalb die für Sommer angestrebte Einweihung platzte.
Vor kurzem wurden die letzten Arbeiten erledigt, so dass die Strecke nun uneingeschränkt befahren werden kann, wovon laut Geier und Trzybinski auch rege Gebrauch gemacht wird. Die Strecke sei „ein Alltagsradweg”, der sich für Berufspendler von Schillingsfürst zum Dombühler Bahnhof ebenso eigne wie für Schülerinnen und Schülern in die umgekehrte Richtung, betonte Geier. Die Trasse entlang der Kreisstraße ermögliche kurze Fahrzeiten. Sie sei aber auch für Ausflüglerinnen und Ausflügler mit mehr Zeit landschaftlich durchaus attraktiv.
Sein Kollege Trzybinski bestätigte das und betonte noch, dass dieser Radweg auch ein Ergebnis der Bemühungen sei, gemeindeübergreifend etwas für die Aufwertung der Region zu tun.