Monumentale Stahlskulptur: Heilsbronn begrüßt Besuchende mit neuer Landmarke | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.10.2025 09:00

Monumentale Stahlskulptur: Heilsbronn begrüßt Besuchende mit neuer Landmarke

Zentimeterarbeit mit tonnenschweren Teilen. Der Künstler Thomas Röthel (blaue Jacke) legte selbst Hand an, um die drei Elemente seiner Skulptur richtig auszurichten. (Foto: Florian Schwab)
Zentimeterarbeit mit tonnenschweren Teilen. Der Künstler Thomas Röthel (blaue Jacke) legte selbst Hand an, um die drei Elemente seiner Skulptur richtig auszurichten. (Foto: Florian Schwab)
Zentimeterarbeit mit tonnenschweren Teilen. Der Künstler Thomas Röthel (blaue Jacke) legte selbst Hand an, um die drei Elemente seiner Skulptur richtig auszurichten. (Foto: Florian Schwab)

Die Stadt Heilsbronn ist um eine Attraktion reicher: Am Ortseingang aus Richtung Ansbach kommend, wurde am Dienstagvormittag eine tonnenschwere Skulptur aufgestellt. Ihr Schöpfer ist der Stahlbildhauer Thomas Röthel aus Mitteldachstetten.

Geschäftiges Treiben herrschte am Dienstag ab circa 9 Uhr auf einer Grünfläche links neben dem Kreisverkehr in der Ansbacher Straße. Teil für Teil wurde die aus wetterfestem Stahl hergestellte Skulptur mit einem Kran von einem Anhänger gehoben und zu ihrem vorgesehenen Platz manövriert. Die Stadt hatte im Vorfeld ein passendes Fundament dafür vorbereitet.

Zentimeter für Zentimeter Stahlteile ausgerichtet

Und obwohl da drei mehrere Meter lange Teile bewegt wurden, die es zusammen auf grob geschätzte zehn Tonnen bringen, wie es vor Ort hieß, war Genauigkeit gefragt. Zentimeter für Zentimeter richteten Künstler Thomas Röthel und sein Team die Stahlteile aus. Der Clou dahinter: Sie werden so ausgerichtet und aufeinander gelegt, dass die Skulptur in sich stabil ist, ohne dass sie befestigt werden muss. Gleichgewicht ist da das Stichwort.

Dass die Skulptur so konzipiert ist, kommt nicht von ungefähr. Das Thema der Arbeit lautet Röthel zufolge „Ein neues Gleichgewicht finden”. Das Werk am Ortseingang von Heilsbronn soll gleichzeitig ein Willkommenszeichen sein. Die Dreiteiligkeit sei ein Wunsch der Stadt gewesen, sagte Röthel. Dadurch sollte das Motiv des Dreischalenbrunnens vor dem Münster aufgegriffen werden.

Die Herstellung der Skulptur war ein zweiteiliger Prozess, wie Röthel berichtete. Im ersten Teil ging es darum, die Idee zu entwickeln und sie schließlich auch umzusetzen. Aufgrund der Größe der Teile arbeitete der Künstler mit einer Firma zusammen, um die Elemente aus einer großen Stahlplatte zu schneiden und in die richtige Wölbung zu bekommen. Im zweiten Teil ging es darum, wie die Skulptur aufgestellt werden muss, damit sie ihre volle Wirkung entfaltet. Röthel hat dafür nichts dem Zufall überlassen und hat kurzerhand das Fundament zu Hause nachgebaut.

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Mit Aufstellen endet Diskussion im Stadtrat

Mit dem Aufstellen des Werkes endet auch eine Diskussion im Stadtrat, die sich mehrere Monate hinzog. Denn ursprünglich war es die Idee, das Objekt auf dem Kreisverkehr aufzustellen. Allerdings wären dafür umfangreiche Baumaßnahme für viel Geld notwendig gewesen, um den Untergrund entsprechend vorzubereiten. Letztlich einigten sich die Stadträtinnen und Stadträte auf die Grünfläche.

Als Notfall-Standort sieht Thomas Röthel die Fläche indes nicht, er ist zufrieden damit. „Ich bin überzeugt, dass ich das Werk hier in einer guten Qualität präsentieren kann”, macht er deutlich. „Sonst hätte ich es gar nicht gemacht.”


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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