Seit Jahren fordern Politiker und Vereine eine Verbesserung der Abstell-Situation für Räder am Ansbacher Bahnhof. Jetzt sind die ersten neuen „Doppelstocker“ in Betrieb, sie sind Teil der Erneuerung und des Ausbaus der Abstellanlagen. Bis Juni nächsten Jahres soll dieser abgeschlossen sein, erklärt die Stadt.
Das Projekt realisiert die Stadt im Zuge der Bike+Ride-Offensive des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn. Durch die Offensive sollen tausende neuer Stellplätze an Bahnhöfen in ganz Deutschland entstehen. Das Ziel ist laut dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, „die klimafreundlichste Form der Mobilität“ zu fördern: Von zuhause mit dem Rad zum Zug.
Die Kosten des Ausbaus der Abstellanlagen am Ansbacher Bahnhof belaufen sich laut Auskunft der Stadt Ansbach auf etwa 1,4 Millionen Euro. Die Stadt erhält für das Vorhaben eine Förderung von 70 Prozent. Sie selbst muss etwa 450.000 Euro aufbringen. Insgesamt wird es einmal 544 Stellplätze an vier Standorten im Bahnhofsbereich geben.
Der kleinere Teil der neuen Abstellanlagen befindet sich südlich der Gleise neben dem Parkhaus in der Draisstraße. Die Doppelstocker dort sind bereits in Betrieb: Pendler können ihre Räder durch eine mechanische Vorrichtung übereinander stellen und mit zwei Handgriffen wieder zu Boden bringen. Auch eine Sammelschließanlage entsteht am dortigen Parkplatz.
Zwischen Bahnhofsgebäude und den Gleisen werden zwei weitere Schließanlagen gebaut. Insgesamt gibt es dadurch in Zukunft 72 gesicherte Stellplätze. Über die Internetseite www.rad-safe.de können sie gegen Gebühr gebucht werden. Die derzeit noch genutzten Abstellanlagen am Bahnhofsgebäude werden abgerissen und durch weitere Doppelstocker ersetzt. Vor dem Bahnhofsgebäude sollen zudem 14 der typischen Anlehnbügel für Fahrräder gebaut werden.
Laut Anne Ziegler von der Stadt soll die Maßnahme im nächsten Juni komplett fertig sein. Stellplätze, die in der Zwischenzeit fertig werden, können schrittweise früher genutzt werden.