Millionensanierung: Würzburger Torturm in Uffenheim erhält Bronze-Plakette | FLZ.de

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Veröffentlicht am 22.06.2025 14:00

Millionensanierung: Würzburger Torturm in Uffenheim erhält Bronze-Plakette

Für die Sanierung des Würzburger Torturms in Uffenheim gab es auch eine Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Im Beisein von Christian Müller, Elisabeth Balk und Wolfgang Lampe (von links) wurde am gestrigen Freitag eine entsprechende Plakette angebracht. (Foto: Gerhard Krämer)
Für die Sanierung des Würzburger Torturms in Uffenheim gab es auch eine Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Im Beisein von Christian Müller, Elisabeth Balk und Wolfgang Lampe (von links) wurde am gestrigen Freitag eine entsprechende Plakette angebracht. (Foto: Gerhard Krämer)
Für die Sanierung des Würzburger Torturms in Uffenheim gab es auch eine Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Im Beisein von Christian Müller, Elisabeth Balk und Wolfgang Lampe (von links) wurde am gestrigen Freitag eine entsprechende Plakette angebracht. (Foto: Gerhard Krämer)

Der für rund eine Million Euro sanierte Würzburger Torturm in Uffenheim trägt jetzt auch eine Plakette der Deutschen Stiftung Denkmalschutz – mit 30.000 Euro hat die Stiftung sich beteiligt.

Es war nicht ganz einfach, die richtige Seite für die Plakette zu finden. Erst hielt Stadtmitarbeiter Lukas Dreßlein diese unter den kritischen Augen von Bürgermeister Wolfgang Lampe an die Torturmwand an der stadtauswärts gewandten Seite. Nach kurzer Beratung mit Elisabeth Balk vom Ortskuratorium Fränkische Stadtbaumeister der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und Christian Müller (Lotto-Bezirksstellenleiter mit „GlücksSpirale“) ging es auf die Seite zur Innenstadt. Die gefiel allen besser. Nach der Wasserwaage kam der Bohrer zum Einsatz. Rasch hatte Dreßlein die Bronzeplakette dann angeschraubt.

Weitere Gelder sind willkommen

Für die Instandsetzung von Turm und Barbakane des Würzburger Torturms in Uffenheim stellte die DSD dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie „GlücksSpirale“ 30.000 Euro zur Verfügung. Bei einem Pressetermin vor Ort übergab Elisabeth Balk am Freitag eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ an Bürgermeister Lampe.

Die Plakette soll laut Balk an das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der „GlücksSpirale“ erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Denn die Stiftung bekomme ihre Mittel aus privaten Spenden und von Lotto Bayern. Die Bronzetafel ist zudem das DSD-Gütesiegel für eine gelungene denkmalpflegerische Leistung.

Der Torturm sei eines von über 640 Objekten, welche die DSD dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie „GlücksSpirale“ allein in Bayern fördern konnte.

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Schäden bedurften rascher Sanierung

Schäden am Turm hatten eine rasche Sanierung notwendig gemacht. Lampe freut sich deshalb über diese Unterstützung. Er hofft, dass auch aus der Region noch viele Spenden an die Stiftung fließen. Denn in Uffenheim sei viel historische Substanz vorhanden, die es zu unterhalten gilt. Er nannte den Ansbacher Torturm und die Stadtmauer, die noch zu fast zwei Dritteln vorhanden sei. Allerdings sei sie aufgrund der Bebauung an vielen Stellen nicht zugänglich.

Der Würzburger Torturm wurde vermutlich in der Zeit der Stadtgründung im 14. Jahrhundert im Rahmen des Stadtmauerbaus errichtet. Er bildete den nördlichen Zugang zur Stadt. Ursprünglich war der Turm mit einem Pyramidendach viel niedriger. Der stadtseitig noch erkennbare gotische Bogen war laut DSD-Mitteilung vermutlich ein statisches Element zur Verstärkung des damaligen Schalenturmes.

Eine Feuerstation für Kanonen im Turm

Ein Schalenturm ist laut DSD ein steinerner Wehrturm in einer äußeren Mauer, der auf der Stadtinnenseite offen oder dort in einer leichten Bauweise ausgeführt ist. Seitliche Aufgänge führten zum umlaufenden Wehrgang. Die Barbakane, also das bei mittelalterlichen Befestigungswerken dem Festungstor vorgelagerte Außenwerk, die nun eine Ausstellung mit Werken des Uffenheimer Malers Hugo Gatscher beherbergt, wurde 1583 hinzugefügt. Die in klassischer Baumanier runde Bauform diente als Kanonenstation für das Richten der dort frei aufgestellten Kanonen. Die Uffenheimer Barbakane steht mit der Ringmauer nicht beziehungsweise nur teilweise in Verbindung.

Sie stellt eine Reaktion auf die Entwicklung der Feuerwaffen dar, indem man dem Tor einen gut zu verteidigenden Wehrbau vorschaltete. In dieser Zeit wurden dem Turm auch zwei Fachwerkgeschosse aufgesetzt sowie ein weiterer Geschossboden über der Tordurchfahrt mit Rundbogen eingefügt. Der Abschluss erfolgte wiederum mit einem Pyramidendach.

1696 erhielt der Turm seine heutige Form, ein weiteres Fachwerkgeschoss wurde auf die beiden bereits vorhandenen Geschosse aufgesetzt und die Turmspitze bekam ihr so typisches Aussehen mit charakteristischer Zwiebel und aufgesetzter Laterne. Die Turmhöhe beträgt seither 34,95 Meter bis zur Kugel.

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