Die Finanzierung der Stockbahnen am Domizil des Sportvereins Sinbronn ist auf einem guten Weg. Durch Spenden und Zuschüsse kann der Verein das Projekt nun angehen.
Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Ansbach, Werner Frieß, kündigte an, 8100 Euro (das sind rund zehn Prozent der förderfähigen Kosten in Höhe von 81.384 Euro) aus dem Spendentopf der Sparkassenstiftung an den Verein zu überweisen. Beim Landkreis Ansbach sind Stockbahnen von der Förderung ausgenommen, sodass auf diesem Weg dem Verein unter die Arme gegriffen wird.
„Wir machen das gerne, das ist eine tolle Sache“, sagte Frieß. „Unsere Stiftungen können ohne formellen Antrag angefragt werden. Wir brauchen lediglich Orientierungsgrößen, um durch Mittel aus unseren Gewinnen Unterstützung für Sport, Kultur und ähnlich förderungswürdige Projekte zu gewähren.” Wie es hieß, würden oft auch kleinere Maßnahmen wie Spielgeräte für die Jugend bezuschusst.
Die beiden Stockbahnen neben dem Sportheim sowie eine Bocciabahn sollen nach der Nivellierung des Geländes mit Pflastersteinen ausgelegt werden. Die Eröffnung ist laut Vorsitzendem Joachim Beck im Herbst vorgesehen. Wie vom zweiten Bürgermeister der Stadt Dinkelsbühl, Georg Piott, zu erfahren war, werde sich auch die Große Kreisstadt mit zehn Prozent Zuwendung beteiligen.
Der Löwenanteil der Bausumme kommt jedoch durch eine 60-Prozent-Förderung der Lokalen Aktionsgruppe auf die Nettokosten, also rund 40.000 Euro, zustande. Bedingung sei, dass die Stockbahnen fünf Jahre lang unentgeltlich von jedermann genutzt werden dürfen. Lediglich für die rund 250 Euro teuren Kegel müsse eine Leihgebühr verlangt werden, hieß es.
Der SV Sinbronn mit seinen 217 Mitgliedern habe sich bewusst für einen Nischensport entschieden, erklärte Beck. Der Fußballsport leide unter Spielermangel, die Trendsportart Dart begeistere bereits ihre Anhänger und auf der Stockbahn könnten künftig Jung und Alt aktiv werden. Man denke besonders an die „älteren Semester“. Man habe auch Geburtstagsfeiern, Firmenfeste oder Vereinsausflüge im Blick.
Ähnliche Anlagen gebe es nur in Fremdingen (Kreis Donau-Ries), Wört (Ostalbkreis) und Külbingen bei Petersaurach. „Wir bauen nicht zum Anschauen, sondern zum Bespielen“, machte Vorsitzender Beck deutlich. Er bedankte sich bei Frieß für die großzügige Spende. Der noch ungedeckte Betrag sei vom Verein durchaus zu stemmen, sodass die künftigen Events in Sinbronn starten können.