Mikroplastik im Meer: Das stammt auch aus unseren Klamotten, etwa wenn sich Kunstfasern aus Fleecejacken, Shirts und Co. beim Waschen lösen und so ins Abwasser gelangen. Wer den eigenen Anteil daran so gering wie möglich halten will, der kann allerdings durchaus etwas tun - und zwar vom Klamottenkauf bis zur Wäsche.
Der Verbraucherservice Bayern rät etwa, bei synthetischer Kleidung auf kompakte, dicht konstruierte Stoffe zu achten. Besonders Fleecejacken verlieren durch ihre raue Oberfläche viele Mikroplastik-Fasern. Und auch Plüschstoffe mit aufgeschnittenen Schlingen und haarige Oberflächen geben beim Waschen viele Fasern ab.
Am besten wählt man also Alternativen aus Naturfasern. Flauschige Stoffe wie Fleece, Nicki oder Flanell gibt es etwa auch aus Baumwolle und Wolle. Als nachhaltige Faser gilt der Verbraucherzentrale Hessen Lyocell. Das ist eine halbsynthetische Chemiefaser, die auch Tencel genannt wird, und aus nachwachsenden Rohstoffen stammt. Sie ist biologisch abbaubar. Außerdem wird für die Herstellung im Vergleich zur Produktion von Baumwolle deutlich weniger Wasser benötigt.
Wer auf synthetische Fleecejacken und Co. nicht verzichten mag, kauft diese am besten Secondhand: Denn das meiste Mikroplastik geht bei der ersten Wäsche von neuer Kleidung verloren, so die Verbraucherzentrale Hessen. Und je länger die Nutzungsdauer der Kleidungsstücke, desto besser ist es ohnehin: Das vermeidet nicht nur die besonders hohe Faserfreisetzung bei neuen Textilien, sondern spart auch Ressourcen.
Beim Waschen der Stücke kann man darauf achten, die Maschine vollständig zu beladen, aber sie nicht zu überladen. Laut Verbraucherservice Bayern belasten außerdem lange Waschzyklen bei hohen Temperaturen das Gewebe und führen dazu, dass vergleichsweise viel Mikroplastik freigesetzt wird. Niedrige Temperaturen und eine geringere Schleuderzahl schonen hingegen die Fasern. Der Schonwaschgang laut Verbraucherzentrale Hessen aber keine gute Wahl für Synthetik-Kleidung: Durch das lange Einweichen lösen sich mehr Fasern.
Übrigens: Wäschesäcke halten Mikroplastik nicht unbedingt zurück. Wer viel flauschige Polyesterkleidung trägt, kann durch die Verwendung von Wäschesäcken aber zumindest den groben Mikroplastikeintrag verringern, heißt es vom Verbraucherservice Bayern. Die kleinen Faserteile gelangen trotzdem ins Abwasser.
Sinnvoll außerdem: Aufs Trocknen der flauschigen, synthetischen Stücke in der Maschine verzichten. Der Grund: Der Trockner schädigt die Gewebestruktur stark. Geht das nicht, dann beim Trocknen möglichst schonende Programme bei niedrigen Temperaturen wählen, das Flusensieb regelmäßig reinigen und Flusen dann über den Restmüll entsorgen, rät der Verbraucherservice Bayern.
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