Massive Schäden: Das Dach der FOS/BOS in Ansbach muss saniert werden | FLZ.de

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Veröffentlicht am 27.11.2024 07:00

Massive Schäden: Das Dach der FOS/BOS in Ansbach muss saniert werden

Marode historische Bausubstanz: Das Dach der FOS/BOS soll in den kommenden zwei Jahren saniert werden. (Foto: Florian Pöhlmann)
Marode historische Bausubstanz: Das Dach der FOS/BOS soll in den kommenden zwei Jahren saniert werden. (Foto: Florian Pöhlmann)
Marode historische Bausubstanz: Das Dach der FOS/BOS soll in den kommenden zwei Jahren saniert werden. (Foto: Florian Pöhlmann)

Es ist inzwischen mehr als drei Jahre her, dass Teile des historischen Dach-Gesimses der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule (FOS/BOS) in der Pfarrstraße zu Boden stürzten. Nach eingehenden Untersuchungen ist nun das ganze Ausmaß des Schadens bekannt. Die fällige Sanierung soll im nächsten Jahr beginnen.

Seit Sommer 2021 sind die Probleme im Oberstübchen der Schule nicht mehr wegzudiskutieren, ein eilig aufgestelltes Gerüst nebst Dachsicherung sollte im ersten Schritt die Passanten vor herabfallenden Gebäudeteilen schützen. Die in Auftrag gegebene Untersuchung durch Experten des Ingenieurbüros FHS, die alle Gebäudeteile des Schulkomplexes einer eingehenden Prüfung unterzogen, brachte die Gewissheit, dass die Dachkonstruktion umfangreich saniert werden muss.

Dachkonstruktion hat massive Feuchtigkeitsschäden

Vor allem das ehemalige Stadtpalais, ein dreigeschossiger Dreiflügelbau mit Walmdach, der im Jahr 1719 nach Plänen von Karl Friedrich von Zocha errichtet worden war, steht dabei im Fokus – die Dachkonstruktion muss erneuert werden. „Eine grundsätzliche Sanierung der Dächer über den Flügelbauten ist zwingend erforderlich, damit uns nichts auf den Kopf fällt“, schilderte Hochbauamtsleiter Dr. Frank Simons entsprechend deutlich den Ist-Zustand.

Die Befunde der Experten über den Zocha-Bau nehmen sich tatsächlich alarmierend aus: Die Dachkonstruktion weist massive Feuchtigkeitsschäden auf. Bei Umbauten wurden statisch wichtige Teile der Dachkonstruktion entfernt beziehungsweise zerschnitten. Zudem hat sich der komplette Dachstuhl infolgedessen gesenkt und drückt die Gesimse gefährlich nach außen.

Auch Dach über den Fachräumen soll erneuert werden

In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses stellte Simons die einzelnen Etappen der Instandsetzung vor, die im kommenden Jahr anlaufen und 2026 weitestgehend abgeschlossen werden soll. Nach der kompletten Einrüstung der Flügelbauten und der Abnahme der laut Denkmalrecht wiederzuverwendenden Ziegel werden im ersten Schritt die Fußpunkte saniert: Dabei werden neue Holz- und Steinbauteile eingesetzt. Zudem wird das Dach mit Schneefängen, Lüftungsgittern, Tropfblechen sowie Wand- und Gaubenanschlüssen versehen, schilderte Simons.

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Im Zuge der Sanierung des Zocha-Baus soll auch das Faserzementplattendach über dem Fachklassentrakt erneuert werden. Die laut Simons asbesthaltige Plattenkonstruktion weist Risse auf und „wird gleich miterledigt, wenn wir schon Hand anlegen“, machte der Hochbauamtsleiter entsprechende Synergieeffekte deutlich.

Allerdings werden sich die Kosten für die Gesamt-Maßnahme dadurch signifikant erhöhen. Für die Sanierung der Flügelbauten sollen allein 975.000 Euro in den noch nicht verabschiedeten, neuen Haushalt eingestellt werden. Weitere 200.000 Euro wird nach einer Schätzung des Ingenieurbüros die Entsorgung der bisherigen Abdeckung sowie ein neues Dach über dem Fachklassentrakt verschlingen. „Man sieht nicht viel, aber Geld kostet es“, bilanzierte Simons.


Florian Pöhlmann
Florian Pöhlmann
Nach der journalistischen Grundausbildung beim Fernsehen rief 1999 die große weite Welt des Sports, die ich in Nürnberg in nahezu allen Facetten kennenlernen und in verantwortlicher Position gestalten durfte. Erst der verlockende Ruf aus Ansbach und die Aussicht, im fortgeschrittenen Alter Neues zu wagen, sorgten ab 2021 für einen Neustart in der Lokalredaktion.
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