Weniger Leerstände in der Altstadt: Auf dieses Ziel arbeiten der Stadtmarketingverein und die städtische Wirtschaftsförderung gemeinsam hin. Jetzt sollen dafür Fördermittel eingeworben werden.
Der Stadtmarketingverein will in Kooperation mit der Stadt und dem Campus Rothenburg dafür einen Förderantrag für das Programm „Starkes Stadtmarketing für lebendige Innenstädte“ stellen, erklärte Wirtschaftsförderin Stefanie Mälzer in der Sitzung des Stadtrates. Die Gremiumsmitglieder befürwortete dieses Vorhaben einstimmig. Dabei werden Maßnahmen gefördert, um leerstehende Liegenschaften fachgerecht umzugestalten und bestehende Ladengeschäfte attraktiv auszugestalten.
Das würde die Akquise neuer Anbieter „erheblich erleichtern“, heißt es in der Beschlussvorlage. Unter dem Motto „Aufleben statt Leerstehen – neue Ideen für Rothenburgs Altstadtläden“ seien verschiedene Schritte erarbeitet worden. Mit Hilfe von Experten für Architektur, Technische Gebäudeausstattung, Ladengestaltung und Warenpräsentation soll der Ist-Zustand in ausgewählten Einkaufsstraßen dokumentiert werden. In ausgewählten Leerständen will man dann innovative Ideen mit Hilfe von Pop-Up-Stores – kreative und kurzfristig angelegte Geschäfte – unterstützen. Außerdem ist ein Ideenwettbewerb zum Thema „Digitales Marketing“ durch den Campus Rothenburg der Hochschule Ansbach geplant.
Die Förderung beträgt 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten, die sich auf 64.800 Euro belaufen. Der städtische Zuschuss soll rund 20.000 Euro betragen und werde in der Haushaltsplanung 2025 berücksichtigt, hieß es in der Sitzung.
Jutta Striffler (FRV) forderte in diesem Zusammenhang einen Mietspiegel, um „riesige Diskrepanzen in der Pacht zu vermeiden“. Ihre Idee: Die Eigentümer sollen sich über das Stadtmarketing untereinander abstimmen.