Kulturforum Ansbach: Natur ist ein großes Thema der Mitgliederausstellung | FLZ.de

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Veröffentlicht am 26.12.2025 09:00

Kulturforum Ansbach: Natur ist ein großes Thema der Mitgliederausstellung

Ein Blick in die Jahresausstellung „Ins Licht gerückt” des Kulturforum Ansbach (Foto: Martina Kramer)
Ein Blick in die Jahresausstellung „Ins Licht gerückt” des Kulturforum Ansbach (Foto: Martina Kramer)
Ein Blick in die Jahresausstellung „Ins Licht gerückt” des Kulturforum Ansbach (Foto: Martina Kramer)

„Ins Licht gerückt“ werden auch dieses Jahr die Arbeiten der Mitglieder des Kulturforums. 77 Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Werke noch bis in den Januar 2026 hinein. Eine üppige Ausstellung mit viel Kunst auf engem Raum.

Jedes Jahr aufs Neue zeigt die große Mitglieder-Ausstellung am Ende des Veranstaltungskalenders im Kunsthaus Reitbahn 3 den aktuellen Stand der hiesigen Kunstszene. Liebevoll Vertrautes, Originelles, manchmal Gewagtes in den unterschiedlichsten Genres finden sich in dem hellen, leicht verwinkelten Raum der Galerie. Beruhigt kann man feststellen: Die Kunst in Ansbach lebt.

Vielfalt ist Konzept

Gibt es einen Trend? Diese Frage ist anhand der doch sehr verschiedenartigen Kunstwerke nicht leicht zu beantworten. Da stehen die kühlen weißen Skulpturen Michael Borgelts neben den eher bodenständigen, aus Fundstücken zusammengesetzten Plastiken Jochen Sturms.

Da gibt es bunte, wilde Bilder wie sie etwa Reinhard Zimmermann, Eva Leja-Medek oder Margit Schuler entwerfen. Da finden sich naturalistische Tierbilder wie der majestätische Tiger von Annelies Schindler neben dem stolzen Hirsch von Heidi Bergmeir, dem eitlen Pfau, den Katja Weinmann ins Szene gesetzt hat, oder ein kunstvoll abstrahiert gemaltes Schaf von Gisela Kottsieper, gepaart mit einer kleinen, aber sehr kunstvollen Plastik eines Vogelstraußes, die Elke Zimmermann geschaffen hat. Da gibt es Experimentelles in Mischtechnik von Barbara Wolf oder ganz Abstraktes von Brigitte Lutz.

Da finden sich ein expressives Portrait, wie es Reiner Grunwald zu malen versteht, das einnehmende Bildnis einer jungen Frau von Markus Fischer oder Originelles, wie es Maja Bogaczewiczs Mützchenträger zeigt, in dessen Sonnenbrillengläsern sich eine ergänzende Geschichte spiegelt.

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Es ist nicht leicht, in all dieser Diversität einen roten Faden zu finden und dennoch lässt sich vielleicht eine Klammer entdecken. Viel geht es bei der Motivwahl der Kunstwerke um Natur. Seien es Tiere oder Landschaften, letztere en miniature in einer Installation aus Naturmaterialien von Susanne Wolf dargestellt.

Auch Johannes Vetter, der eigentlich gerne Menschen im Großformat inszeniert, hat es diesmal mit attraktiven Gräsern, die sich trotzig gegen einen bedrohlichen Gewitterhimmel recken. Blumen in ihrer verschiedenartigen Schönheit, wie sie etwa die Lilien von Mathew Dennis Wilt, die Hibiskusblüte von Andrea Stöckl oder die gelben Frühlingsblüher von Somayeh Matin thematisieren, zeigen sich dem Lebenden, dem Organischen zugewandt. Sandstein als Material für eine Skulptur, die optisch an Holz erinnert, hat Michael Borgelt animiert.

Der Reichtum der Natur

Nur verschiedentlich wird die den Alltag eigentlich bestimmende Entwicklung erwähnt, dazu noch mit kritischem Unterton, wie er bei Michael Beuckerts Werk „Lost in a digital world“ anklingt. Doch das ist die Ausnahme. Fast hat man den Eindruck, als suchten die Kunstschaffenden ihr Heil in der analogen Welt, so als wollten sie diese noch einmal in all ihrer Reichhaltigkeit festhalten. Die Natur als die Basis allen Seins, schön, vielgestaltig, erfindungsreich, aber auch vergänglich, bedroht, verloren. Die Kunst kann ihr huldigen und sie zugleich festhalten.

Die Ausstellung des Kulturforum Ansbach im Kunsthaus Reitbahn 3 geht noch bis zum 11. Januar 2026, geöffnet ist sie wieder ab 27. Dezember: am Mittwoch von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr, am Donnerstag, Freitag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr, am Samstag von 10 bis 13 Uhr.


Von MARTINA KRAMER
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