Seit rund vier Monaten laufen die Arbeiten für den Hochwasserschutz der Ansbacher Altstadt. Mittlerweile ist der Stadt Ansbach die erste Rechnung ins Haus geflattert. Da der Betrag höher ausfällt als bislang gedacht, musste der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss überplanmäßige Finanzmittel genehmigen.
Im Oktober fiel der Startschuss für die Bauarbeiten an den Schutzmaßnahmen entlang der Rezat. Bis 2028 lässt das Wasserwirtschaftsamt Ansbach (WWA) von der Voggenmühle über den Kasernendamm und Rezatparkplatz bis zur Residenz insgesamt vier Schöpfwerke und eine über einen Kilometer lange Schutzmauer bauen. Die Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass der historische Stadtkern vor einem hundertjährlichen Hochwasser geschützt ist.
Im ersten Abschnitt, der bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll, konzentriert sich das WWA auf den Bereich zwischen Voggenmühle und Kasernendamm. Hier werden rund 220 Meter der Hochwasserschutzmauer und das größte der vier vorgesehenen Schöpfwerke realisiert. Die Bauwerke dienen dazu, Niederschlagswasser und das aus der Kanalisation ankommende Mischwasser über Pumpen kontrolliert in die Rezat abzuleiten.
Die Kosten der Gesamtmaßnahme, die zuletzt mit rund zwölf Millionen Euro angegeben worden sind, teilen sich die Stadt Ansbach, der Freistaat Bayern und die Europäische Union über Fördergelder auf. Im Januar erreichte die Stadtverwaltung die erste Rechnung für den Beteiligungsbetrag für das Jahr 2025.
Aufgrund von Aussagen des Wasserwirtschaftsamtes aus dem Juni 2025 wurden dafür in den Haushalt für das laufende Jahr 250.000 Euro eingeplant. Wie sich jetzt zeigt, reicht diese Summe nicht aus. Denn in der Rechnung sind rund 150.200 Euro an Planungs- und etwa 138.760 Euro an Baukosten enthalten, weshalb sich der Betrag der Stadt Ansbach auf circa 289.000 Euro summiert.
Etwa 8500 Euro davon können durch Haushaltsausgabereste gedeckt werden, wie die Verwaltung in der Ausschusssitzung erklärte. Die restlichen rund 30.400 Euro müssen über überplanmäßige Finanzmittel bereitgestellt werden. Gemäß den Ausführungen der Verwaltung geht das nicht anders, weil die Kosten nicht einfach ins nächste Jahr geschoben und dementsprechend im Haushalt 2027 eingepreist werden können.
Die Mitglieder des Ausschusses sahen darin indes kein Problem. Ohne Gegenstimme genehmigten sie die überplanmäßigen Mittel.