Der Oberdachstetter Gemeinderat beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit einer Reihe von Bauanträgen. Auch ging es um das Umsetzungskonzept vom Wasserwirtschaftsamt zu den wasserbaulichen Maßnahmen an der Fränkischen Rezat sowie den Bau eines Heizkraftwerks.
Bei den Beratungen einer Bauvoranfrage zum Neubau von Bungalows in der Hauptstraße müssten zuvor wasserrechtliche Prüfungen stattfinden, ob man auf diesem Grundstück überhaupt bauen dürfe, hieß es. Denn dieses grenze an die Fränkische Rezat und das dafür vorgesehene Überschwemmungsgebiet an. Für den nördlich geplanten Bungalow konnte die Gemeinde mit einer Gegenstimme das Einvernehmen nicht garantieren, da sich in diesem Bereich ein Drainagegraben befindet.
Durch eine Bebauung befürchte man, dass die Entwässerung nicht mehr ausreichend sei, und es zu Rückstau kommen könnte. Auch gebe es dort eine Grunddienstbarkeit für einen Sammelkanal, dieser dürfe nicht überbaut werden und es müsse auf beiden Seiten ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden. Der Neubau eines Heizkraftwerkes in der Westheimer Straße wurde vom Gemeinderat befürwortet.
Alle weiteren Belange zur Genehmigung werden noch vom Landratsamt geprüft. Dort sollen vier Hallen mit einer Größe von 53 mal 20 Meter entstehen, die Heizzentrale selbst sei als fünfte Halle im nördlichen Bereich geplant.
Dort stehe auch der Pufferspeicher mit 20 Metern Durchmesser und einer Höhe von etwa 15 Metern. Das Dach- und Oberflächenwasser werde in Versickerungsmulden zwischen den Hallen abgeleitet, und um das Kanalnetz zu entlasten, gedrosselt in den Impfelbach geführt. Bei der Anhörung zum Umsetzungskonzept des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach für die Fränkische Rezat werde ein guter ökologischer Zustand mitsamt den Nebengewässern gefordert, war von Bürgermeister Martin Assum zu hören.
Betroffen seien Bereiche von Mitteldachstetten bis kurz vor Rosenbach. Um eine Entwicklung zu ermöglichen, kommen dort für Grunderwerb von Uferstreifen etwa 20.000 Euro zusammen. Für den Unterhalt der Maßnahme seien rund 35.000 Euro veranschlagt. Der Gemeinderat begrüßte die Notwendigkeit dieses Konzeptes. Allerdings sei die Fränkische Rezat ein Gewässer zweiter Ordnung und so sehe die Gemeinde die Finanzierung beim Wasserwirtschaftsamt.