Klimawandel in den Alpen: So planen Sie Ihre Tour richtig | FLZ.de

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Veröffentlicht am 12.08.2026 15:39

Klimawandel in den Alpen: So planen Sie Ihre Tour richtig

Neben Strecke, Höhenmeter und Gehzeit sollten Wanderer bei Bergtouren vor allem genau die Wetterprognosen und aktuellen Warnungen checken. (Foto: Tobias Hase/dpa/dpa-tmn)
Neben Strecke, Höhenmeter und Gehzeit sollten Wanderer bei Bergtouren vor allem genau die Wetterprognosen und aktuellen Warnungen checken. (Foto: Tobias Hase/dpa/dpa-tmn)
Neben Strecke, Höhenmeter und Gehzeit sollten Wanderer bei Bergtouren vor allem genau die Wetterprognosen und aktuellen Warnungen checken. (Foto: Tobias Hase/dpa/dpa-tmn)

Hitze in den Höhen, Nullgradgrenzen über 4.000 Meter und tauender Permafrost: Der Klimawandel macht auch vor den Alpen nicht Halt. Touren am Berg werden gefährlicher, altes Wissen reicht nicht mehr aus, heißt es vom Deutschen Alpenverein (DAV). Dieser macht darauf aufmerksam, dass eine entsprechende Tourenplanung und Flexibilität am Berg heute unabdingbar sind. 

Besonders im Hochgebirge ab 2.500 Meter Höhe verändern sich die Bedingungen demnach rasant. Es komme zu mehr Steinschlag, Geröllzonen würden instabiler, außerdem würden sich Zustiege innerhalb weniger Jahre stark verändern. Fels- und Bergstürze wie zuletzt am Matterhorn oder in der Mont-Blanc-Region sind mögliche Gefahren.

Ganze Saisons würden sich verschieben und die Jahreszeiten unberechenbarer. Wer einige Dinge berücksichtigt, muss auf Spaß und Abenteuer am Berg allerdings nicht verzichten. Wer nicht nur auf Strecke, Höhenmeter und Gehzeit achtet, sondern auch folgende Punkte im Blick hat, ist weiter möglichst sicher unterwegs: 

  • aktuelle Wetterprognosen
  • Witterungsverlauf der vergangenen Tage und Wochen
  • aktuelle Warnungen 
  • Wegsperrungen und erosionsbedingte Einschränkungen 

Gut vorbereitet und auf Stand ist, wer Websites, Webcams und Social-Media-Kanäle etwa von Berghütten oder den örtlichen Tourismusorganisationen checkt, rät der DAV. Der Alpenverein selbst hält ebenfalls aktuelle Infos zur Tourenplanung vor: auf alpenvereinaktiv.com unter „Aktuelles“. 

Neben Steinschlag und Co. kann auch die Hitze selbst zum Problem für Herz und Kreislauf werden. Deshalb rät der DAV zu einem rechtzeitigen Start, außerdem sollte die Lage unterwegs immer wieder neu beurteilt werden. 

Das ist auch grundsätzlich ratsam - und sollte auch schon bei der Tourenplanung berücksichtigt werden: Sicher ist, wer bereit ist, geplante Touren anzupassen oder sogar abzubrechen, wenn es nötig ist. „Alternativrouten und ein Plan B sollten heute selbstverständlicher Bestandteil jeder Tourenplanung sein“, heißt es vom DAV. 

Vorsicht mit KI bei der Routenplanung 

Bei den ersten Recherchen kann gegebenenfalls auch eine KI-Anwendung helfen - etwa, wenn es darum geht, sich Routen grundsätzlich vorschlagen zu lassen oder nach Unterkünften zu suchen. Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom haben das bereits 15 beziehungsweise 17 Prozent der Befragten im Urlaub getan. 41 beziehungsweise 44 Prozent können sich das bei der Reiseplanung vorstellen. 

Wichtig ist hier, der KI nicht blind zu vertrauen, sondern diese nur als Anhaltspunkt zu benutzen. „Gerade bei Wanderungen können sich Bedingungen vor Ort schnell ändern. Deshalb sollten KI-Empfehlungen immer noch einmal mit aktuellen Karten, Wetterinformationen und Hinweisen zu Sperrungen abgeglichen werden“, so Lucy Czachowski, Bitkom-Referentin für Künstliche Intelligenz.

© dpa-infocom, dpa:260812-930-519771/1


Von dpa
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