Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland hat das vierte Mal in Folge einen Rekord seit Beginn der Datenerhebung erreicht. Im Jahr 2025 stellten die Jugendämter bei rund 79.800 Kindern oder Jugendlichen eine Gefahr durch Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt fest.
Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Und: Im Vergleich zu der ersten Datenerhebung im Jahr 2012 hatten sich die Fallzahlen mehr als verdoppelt.
Gründe für das starke Wachstum könnten - neben einer tatsächlichen Zunahme der Fälle - auch eine höhere Wachsamkeit und Anzeigebereitschaft sein, hieß es. Hinzu kämen Verbesserungen in der Kooperation und Qualifizierung der Fachkräfte sowie gesetzliche Neuerungen.
© dpa-infocom, dpa:260813-930-522811/1