Lästiges Unkraut oder wertvoll für die Natur? Bei Löwenzahn, Brennnessel und Co. scheiden sich die Geister. Wer aber Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer im eigenen Garten schützen möchte, sollte nicht einfach drauflos jäten oder spritzen.
Denn die Wildkräuter sind eine wichtige Nahrungsquelle für heimische Insekten. „Oft sind die Pflanzen wertvoller, spannender, schmackhafter und schöner als ihr Ruf“, sagt Gartenexpertin Corinna Hölzel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
Brennnesseln etwa dienen Schmetterlingsraupen als Futterquelle. Löwenzahn ist laut Nabu Berlin einer der ersten Frühblüher im Jahr: Wildbienen und Hummeln finden hier Pollen.
Andere Wildkräuter sind sogar überlebenswichtig, da sie von bestimmten Arten bevorzugt werden. So braucht die Spiralhornbiene Ackerwinde und die Natternkopf-Mauerbiene mag getreu ihrem Namen ausschließlich Natternkopf.
Tätig werden sollte man erst, wenn die Wildkräuter Kulturpflanzen verdrängen. Dabei reicht es aber vollkommen, sie einzudämmen, statt sie zu bekämpfen. Pestizide wie Glyphosat sind tabu.
Der BUND empfiehlt, gejätete Wildkräuter zu nutzen. „Sie bereichern nicht nur Gärten, sondern auch den Speiseplan – und können als Mulchmaterial oder Futter für Haustiere dienen“, so Hölzel.
So profitieren Mensch und Garten von verschiedenen Wildkräutern:
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