Kampf ums Bürgermeister-Amt in Scheinfeld: Die CSU nominiert Theo Schell | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.07.2025 07:00

Kampf ums Bürgermeister-Amt in Scheinfeld: Die CSU nominiert Theo Schell

Theo Schell wurde von der Scheinfelder CSU als Bürgermeisterkandidat nominiert. (Foto: Andreas Reum)
Theo Schell wurde von der Scheinfelder CSU als Bürgermeisterkandidat nominiert. (Foto: Andreas Reum)
Theo Schell wurde von der Scheinfelder CSU als Bürgermeisterkandidat nominiert. (Foto: Andreas Reum)

Ab sofort ist er im Wahlkampf, sagt Theodor Schell. Der 26-Jährige ist am Freitagabend von seiner Partei, der CSU, als Kandidat für den Scheinfelder Bürgermeisterposten nominiert worden.

Von den 27 Wahlberechtigten erhielt Schell alle der 26 gültigen Stimmen. Eine Stimme war ungültig. Der Wirtschaftsingenieur war bei der Versammlung im Gasthaus Lax der einzige Kandidat. Ortsvorsitzender Michael Müller hatte ihn „im Namen des Vorstands“ vorgeschlagen.

Die CSU habe, so sagte Müller, die Chance, einen der ihren ins höchste politische Amt der Stadt zu bringen. Er stufte den Urnengang am 8. März 2026 deshalb als „wegweisend“ ein.

Gegen Claus Seifert kamen die CSU-Kandidaten nicht an

Bei den Wahlen 2008 und 2014 hatten die Christsozialen jeweils empfindliche Niederlagen gegen Claus Seifert (SPD) hinnehmen müssen. 2020 waren sie gegen den Amtsinhaber gar nicht erst angetreten, holten sich jedoch den Nimbus als stärkste Ratsfraktion zurück und stellten in Klaus Luckert auch den Stimmenkönig bei den Stadtratswahlen.

Den insgesamt knapp 40 Anwesenden, darunter die halbe Stadtratsfraktion, stellte sich Schell sowohl als Person als auch in seinen politischen Zielen vor. Der passionierte und erfolgreiche Läufer auf Leistungssport-Niveau und Hobby-Imker schloss sein Masterstudium zum Wirtschaftsingenieur in diesem Frühjahr ab. Er arbeitet seit kurzem als Projektentwickler bei einem Markt Erlbacher Unternehmen für Erneuerbare Energien und ist auch Nebenerwerbslandwirt.

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Fünf thematische Schwerpunkte

Inhaltlich setzte Schell fünf Themenschwerpunkte: die Stadtentwicklung, die Wirtschaft, die Nachhaltigkeit samt Klimaanpassung, eine digitalisierte und bürgerorientierte Verwaltung sowie die Erneuerbaren Energien. Unter anderem verwies Schell auf den inzwischen hohen Schuldenstand, und dass man die Einnahmen der Stadt so verbessern müsse, dass die anstehenden Projekte verwirklicht werden können.

Seine bisherige Tätigkeit habe ihn persönlich wachsen lassen, fand Schell, der sich als weltoffen und heimatverbunden beschrieb. Zudem bringe er als Stadtrat auch gerne mal eigene Ideen ein.

Zudem kündigte er auch an, dass die CSU „eine starke Liste“ für den Stadtrat zusammenstellen werde. Zu etwa zwei Drittel sei die Besetzung schon klar, erklärte Schell, noch seien aber ein paar Plätze frei. Die Listennominierung ist im Herbst vorgesehen; einen genauen Termin gibt es dafür noch nicht, erklärte Vorsitzender Müller.

Drei Kandidaten um den Bürgermeisterposten?

Er rechnete im Übrigen damit, dass – mindestens – alle drei im Rat vertretenen politischen Kräfte (neben der CSU also auch die SPD und die ÜWG) einen Bürgermeisterkandidaten benennen werden.

Nach Schells mit viel Applaus bedachten gut 20-minütigen Ausführungen, wurde die Nominierung per geheimer Wahl zügig vollzogen. Dafür hatten sich die Scheinfelder Alexander Tesmer, Vorstandsmitglied im Neustädter CSU-Ortsverband, als Wahlleiter ins Haus geholt. Er brachte das mit allerlei Formalien gespickte Verfahren souverän binnen einer knappen Stunde über die Bühne.

Unterstützung wird Schell darüber hinaus auch von der Jungen Union (JU) erhalten, versicherte Alexander Müller. Er war bis vor kurzem noch JU-Kreisvorsitzender und kandidiert in Neustadt selbst für das Bürgermeisteramt.

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