Im Ansbacher Süden bei Winterschneidbach kann eine weitere PV-Anlage gebaut werden | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.04.2026 11:00

Im Ansbacher Süden bei Winterschneidbach kann eine weitere PV-Anlage gebaut werden

Südlich von Berhardswinden wird eine weitere Freiflächen-Photovoltaik-Anlage entstehen. Der Ansbacher Stadtrat hat dafür grünes Licht gegeben. (Archivbild: Jim Albright)
Südlich von Berhardswinden wird eine weitere Freiflächen-Photovoltaik-Anlage entstehen. Der Ansbacher Stadtrat hat dafür grünes Licht gegeben. (Archivbild: Jim Albright)
Südlich von Berhardswinden wird eine weitere Freiflächen-Photovoltaik-Anlage entstehen. Der Ansbacher Stadtrat hat dafür grünes Licht gegeben. (Archivbild: Jim Albright)

Strom für über 1200 Zwei-Personen-Haushalte im Jahr: So viel Energie produziert eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage, die im Ansbacher Süden gebaut werden soll. Der Stadtrat folgte mehrheitlich der Empfehlung des Bauausschusses und erteilte dem Investor die Erlaubnis zum Bau.

Gebaut werden soll die Anlage südlich der Autobahn 6 bei Bernhardswinden, wie Stadtplanerin Andrea Heinlein im Stadtrat berichtete. Bei dem Grundstück handelt es sich um eine circa 3,44 Hektar große freie Fläche. Rodungen sind Heinlein zufolge deshalb nicht notwendig. Um den Bau zu ermöglichen, muss der Flächennutzungsplan geändert werden.

Die Anlage hat eine Gesamtleistung von rund 3,7 Megawattpeak (MWp) pro Jahr. Das entspricht der Stromproduktion bei optimaler Sonneneinstrahlung. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung sind verschiedene Stellungnahmen eingegangen, wie Andrea Heinlein ausführte. Keine davon habe zu inhaltlichen Änderungen geführt, erklärte sie.

Konzept für Standorte in der Stadt

Die Verwaltung begrüßt das Vorhaben. Immerhin kann dadurch das Ziel des Bundes und des Landes unterstützt werden, den Anteil der erneuerbaren Energien deutlich auszubauen und dadurch den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid zu verringern, wie es in der Sitzvorlage für die Stadträtinnen und Stadträte heißt.

Kritik an dem Vorhaben äußerte Walter Danielis (AfD). Es sei nicht die erste Anlage und wahrscheinlich auch nicht die letzte, die in diesem Bereich gebaut werden. Er sieht die Gesamtzahl der zugebauten Flächen als großes Problem. „Wir haben hier bald keine Ortsteile mehr, sondern einen Solarpark.”

Heinlein verwies in diesem Rahmen auf das vom Stadtrat vor Jahren beschlossene Standortkonzept für Freiflächen-Photovoltaikanlagen. In diesem sind Flächen erfasst, die aufgrund verschiedener örtlicher Gegebenheiten, zum Beispiel die Nähe zu einer Autobahn oder vorhandene Hochspannungsleitungen, nicht sonderlich für die Landwirtschaft geeignet sind.

Kein netzdienlicher Stromspeicher

Die Grünen begrüßten in Person von Dr. Bernhard Schmid das Projekt. Da es sich um eine Fläche an der Autobahn handele, sei diese nicht günstig für die Landwirtschaft. Auch er verwies auf das Ansbacher Standortkonzept, mit dem gute landwirtschaftliche Flächen aufgespart werden sollen.

Martin Berberich (ÖDP) fragte unter anderem, ob der Vorhabensträger einen Stromspeicher errichtet und ob dieser netzdienlich sei. Grundsätzlich ist es dem Investor überlassen, ob er einen Speicher baut oder nicht. Eine Fläche dafür wäre vorgesehen. Sollte es zum Bau eines solchen Speichers kommen, wäre dieser nicht netzdienlich. Er wird also nicht so betrieben, dass er dazu beiträgt, Netzengpässe zu vermeiden.

Für Hannes Hüttinger (BAP) stellt dies kein Problem dar. Immerhin habe die N-Ergie Netz GmbH dem Infrastrukturentwickler MaxSolar den Zuschlag für den Bau und Betrieb eines netzdienlichen Großspeichers bei Winterschneidbach gegeben. Letztlich folgte der Stadtrat dem Empfehlungsbeschluss des Bauausschusses. Gegen die Stimmen der AfD gab das Gremium grünes Licht für das Projekt.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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