Bei einer Kontrolle am Bahnhof Triesdorf (Landkreis Ansbach) machte die Polizei einen kuriosen Fang: Eine 46-Jährige war mit einem E-Bike unterwegs, an das ein Gasgriff angebaut war. Zudem hatten die Frau und ihr 39-jähriger Begleiter etwa 30 Brennholzscheite dabei. Sie gaben zu, dass sie diese im Wald bei Weidenbach gestohlen hatten.
Das teilte die Polizeiinspektion Ansbach in ihrem Pressebericht mit. Demnach fand die Kontrolle der Radfahrerin und des Radfahrers am Karfreitag gegen 20.35 Uhr statt. Durch den Umbau konnte das E-Bike demnach ohne Treten auf etwa 40 km/h beschleunigen. Dadurch gilt es rechtlich gesehen als Kleinkraftrad, für das neben einer Fahrerlaubnis auch eine Versicherungsplakette notwendig gewesen wäre.
Beides besitzt die Fahrerin jedoch nicht. Außerdem ergab sich für die Polizisten der Verdacht, dass sie das Kraftfahrzeug unter dem Einfluss von Drogen gefahren hatte. Daher wurden Strafverfahren nach dem Pflichtversicherungsgesetz und dem Strafgesetzbuch sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Am Fahrrad des 39-jährigen Mannes gab es aus Sicht der Polizei nichts zu beanstanden. Allerdings waren beide Räder mit etwa 30 Brennholzscheiten beladen. Auf Nachfrage sagte das Paar, diese gerade in einem Waldstück bei Weidenbach mitgenommen zu haben. Daher wurde ein Strafverfahren wegen Diebstahls gegen beide eingeleitet.
Die Polizei sucht jetzt denjenigen, dem das Holz eigentlich gehört. Er und mögliche Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich telefonisch unter 0981/3576574-0 bei der Polizei Ansbach oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.