Nach der Hitzewelle ist vor der nächsten Hitzewelle: Bei hohen Temperaturen benötigen Neugeborene, Babys und kleine Kinder einen besonderen Schutz, warnt das Landratsamt in Neustadt/Aisch in einer Pressemitteilung. Ihr Körper kann hohe Temperaturen nicht so gut ausgleichen wie der von Erwachsenen.
Die KoKi – Koordinierungsstelle Frühe Hilfen – empfiehlt Familien deshalb, an heißen Tagen einige einfache Maßnahmen zu beachten: Direkte Sonne sollte vor allem in der Mittagszeit gemieden werden. Leichte Kleidung, regelmäßiges Trinken und kühle Innenräume helfen dabei, den Körper nicht zusätzlich zu belasten. „Schützen Sie Ihr Baby außer Haus mit atmungsaktiver Kleidung sowie einem Hut. Sollten Sonnencremes benutzt werden, dann bitte nur an unbedeckten Hautstellen“, raten die Expertinnen der KoKi. Kinderwagen sollten niemals mit Tüchern oder Decken abgedeckt werden, da sich die Hitze darunter gefährlich stauen kann. Ein Sonnenschirm oder Sonnensegel sorgt dagegen für Schatten und eine gute Luftzirkulation.
„Stillen Sie häufiger ihr Baby oder bieten Sie Muttermilchersatznahrung regelmäßig an. Wasser sollte bitte erst ab dem sechsten Monat gegeben werden, ab diesem Zeitpunkt können auch leichte Snacks wie Gurke oder Obst gereicht werden“, lautet der Rat weiter. „Bieten Sie immer wieder Wasser an.“ Auch in den eigenen vier Wänden lässt sich viel tun: morgens und abends lüften, tagsüber Fenster und Rollläden geschlossen halten und auf eine angenehme Schlafumgebung achten. Sollte es auch in den Innenräumen in der Nachmittagszeit zu warm sein, kann das Kind durch feuchte Wickel an den Extremitäten oder Wassersprays gekühlt werden. Bitte kein eiskaltes Wasser verwenden.
Wichtig ist vor allem: Bitte das Kind nie alleine im Auto lassen, sondern immer mitnehmen. Tragen Sie Ihr Kind bei sich, so kann die Temperatur gefühlt werden. Kinderwagen oder Babyschalen heizen sich rasch in der Sonne auf. Wirken Babys oder Kleinkinder ungewöhnlich müde, trinken sie deutlich weniger oder haben sie eine heiße, gerötete Haut, sollten Eltern aufmerksam sein und bei Bedarf ärztlichen Rat einholen.
Mit diesen wenigen, aber wirkungsvollen Maßnahmen können Familien die nächsten heißen Sommertage sicher meistern. Für Rückfragen und weitere Informationen stehen die Expertinnen telefonisch mit Rat und Tat zur Seite. Sie sind unter den Telefonnummern 09161/922540 und 09161/922541 erreichbar.