Große Krippenvielfalt zwischen Alpen und Orient in Schillingsfürst | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.12.2025 09:00

Große Krippenvielfalt zwischen Alpen und Orient in Schillingsfürst

Monika Mühlauer aus Geslau erläutert Besonderheiten der von ihr kreierten Kirchenkrippenlandschaft. (Foto: Margit Schwandt)
Monika Mühlauer aus Geslau erläutert Besonderheiten der von ihr kreierten Kirchenkrippenlandschaft. (Foto: Margit Schwandt)
Monika Mühlauer aus Geslau erläutert Besonderheiten der von ihr kreierten Kirchenkrippenlandschaft. (Foto: Margit Schwandt)

Zum Schillingsfürster Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende gehört auch eine Krippenausstellung im Doerfler-Museum. Bei der diesjährigen Auflage wurden 56 Anlagen aus Stadt und Umland präsentiert. Fast alle sind im Privatbesitz, etliche von ihnen selbst gebaut.

Günter Krauß ist Krippenbaumeister. Er hat beispielsweise eine orientalische Krippe gestaltet und dazu ein Hintergrundbild gemalt. Die passenden Figuren sind aus Kunstharz. Die Heilige Familie sitzt geschützt in einer Art Tempelruine, von rechts kommen die drei Könige nebst einem Kamel. Eingebettet ist alles in eine orientalische Landschaft.

Stall mit Brunnen und Palmenhain

Monika Mühlauer stammt aus Geslau. Sie hat eine ganze Kirchenkrippenlandschaft erschaffen. Links findet sich ein Ziegenstall, dahinter verstecken sich die Drei Könige. Ein richtiger Bauernhof ist es, mit einem Brunnen neben dem Stall, einem Palmenhain, im Mittelpunkt die Krippe mit Maria, Josef und dem Christuskind. Schafe und Hirten mit Flötenkindern eilen von rechts herbei auf die Krippe zu. Ein zweiter Stall rundet das Geschehen ab, mit einer Magd, Hühnern und Gänsen.

Die große Krippe aus dem Schlosscafé hat Familie Ortner dem Haus der Heimat als Dauerleihgabe überlassen. Der Weihnachtsengel verkündet die frohe Botschaft: „Gloria in excelsis deo“, Ochs und Esel stehen im Stall bei der Heiligen Familie. Eine Alpenländische Schneekrippe gibt es ebenfalls zu entdecken. Die Figuren dazu sind alle aus Lindenholz geschnitzt.

Aus Holz und Putz

Eine Krippe im Oberbayerischen Stil wurde dem Doerfler-Museum geschenkt: Sie wurde in Geslau in Eigenarbeit aus Holz und Putz gebaut und mit Gips-Figuren ausgestattet. Gemütlich schaut es dort aus: Die Heilige Familie ist in der ersten Etage, von unten nähern sich Hirten, Schafe, die Drei Könige und ein Elefant. Barbara Langston aus Crailsheim hat eine Papierkrippe auf Sperrholz zur Ausstellung gebracht: Sie stammt aus den 1960er Jahren.

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Die Krippen sind aus ganz unterschiedlichen Materialien gefertigt, erklärt Organisatorin Alexandra Raidel. Sie sind aus Kunststoff, Gips, Styropor, Papier und Pergament gefertigt und natürlich aus Holz – letzteres sei Bestandteil aller Krippen. Die meisten der Krippen werden von Privatpersonen aus Schillingsfürst, Rothenburg, Colmberg, Geslau und Buch am Wald gebracht, etwa im Radius von 20 Kilometern um Schillingsfürst.

Die Krippenausstellung gibt es, seit der Fürstlichen Weihnachtsmarkt erstmals seine Pforten öffnete, so Raidel. Mit den rund 400 Besucherinnen und Besuchern ist sie durchaus zufrieden, doch natürlich hätte die Krippenvielfalt noch mehr Zuspruch verdient. 56 Krippen seinen ein neuer Rekord gewesen, bei der größten Weihnachtskrippenausstellung im Landkreis.


Von MARGIT SCHWANDT
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