Geheimnis der Geschichte um Retti: In Ansbach regt sich „ein Hoffnungsschimmer” | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.09.2025 12:00

Geheimnis der Geschichte um Retti: In Ansbach regt sich „ein Hoffnungsschimmer”

Kunstwissenschaftler Dr. Christian Schoen, hier im April vor dem Retti-Palais in Ansbach, befasst sich mit der Biographie Leopoldo Rettis. (Archivbild: Oliver Herbst)
Kunstwissenschaftler Dr. Christian Schoen, hier im April vor dem Retti-Palais in Ansbach, befasst sich mit der Biographie Leopoldo Rettis. (Archivbild: Oliver Herbst)
Kunstwissenschaftler Dr. Christian Schoen, hier im April vor dem Retti-Palais in Ansbach, befasst sich mit der Biographie Leopoldo Rettis. (Archivbild: Oliver Herbst)

Der Förderverein Retti pflegt das Andenken an den spätbarocken Ansbacher Hofbaumeister Leopoldo Retti. Eine Vereinsreise führte ins Intelvi-Tal zwischen Comer und Luganer See. Dabei deutete sich „ein Hoffnungsschimmer” für ein Geheimnis an, das sich um Rettis Leben rankt. Dies erzählt Vorsitzender Dr. Christian Schoen.

Das Tal in der Lombardei in Norditalien war Heimat vieler bedeutender Künstlerfamilien des Barock, auch von Leopoldo Retti, wie es vom Verein heißt. Im herrschaftlichen Palast der Künstlerfamilie Scotti empfing der Bürgermeister von Laino, Cipriano Soldati, die Gruppe. Mit dem Vorsitzenden des Kulturvereins Appacuvi, Dr. Marco Ausenda, hieß er die 26 Gäste willkommen.

Christian Schoen hob hervor, wie bedeutsam die Freundschaft für die kulturelle Arbeit der beiden Vereine sei. Neben Como und Lugano besuchte die Gruppe überdies die Kirche Santa Maria, die die Brüder Carlone in ihrem Heimatort Scaria ausgestattet hatten.

Die Frage nach Geburtsort und Geburtsjahr

Der Vorsitzende nimmt Bezug auf „die große Frage, die unseren Leopoldo Retti angeht”: Kam er überhaupt in Laino zur Welt? Außerdem interessiert ihn das Geburtsjahr: „Ist es tatsächlich das Jahr 1704 gewesen, das man rückrechnen kann anhand der Altersangabe, als er verstarb?” Der Tod ereilte Retti 1751.

Helfen können in solchen Fällen Taufbücher, wie der Kunstwissenschaftler erläutert. Bislang habe es geheißen, entsprechende Dokumente seien hier verloren gegangen. Nach der Reise stellt der Vorsitzende allerdings fest: „In San Lorenzo, der Pfarrei, scheint es doch Unterlagen zu geben, so wurde mir versichert.”

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Diese müsse man erst an einen anderen Ort bringen und sortieren, bevor er sie sichten könne. Zunächst bleiben die Fragen also offen. „Ich werde aber natürlich nachbohren”, kündigt Christian Schoen an.

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