Gartenlust in Schillingsfürst: Entspanntes Markttreiben im Park | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.06.2025 17:17

Gartenlust in Schillingsfürst: Entspanntes Markttreiben im Park

Auch junge Gäste fanden einiges ziemlich reizvoll. (Foto: Margit Schwandt)
Auch junge Gäste fanden einiges ziemlich reizvoll. (Foto: Margit Schwandt)
Auch junge Gäste fanden einiges ziemlich reizvoll. (Foto: Margit Schwandt)

Die Gartenlust 2025 im Schillingsfürster Kardinalsgarten läuft für Detlev Schwender aus Weihenzell und seine Kreativ-Werkstatt gleich gut an. Drei Frauen aus dem baden-württembergischen Rot am See bleiben an seinem Stand stehen und überlegen, ob sie für ihren heimischen Außenbereich etwas brauchen könnten.

Sie kämen gerne hierher nach Schillingsfürst und schätzten Ausflüge ins benachbarte Franken, betonen die drei Besucherinnen. Ein paar Meter weiter sitzt Barbara Schwörer-Willis. Sie ist Englischlehrerin im Ruhestand und wohnt in Gutenstetten. Gemeinsam mit ihrem Mann reist sie immer wieder nach England, kauft dort in Auktionshäusern und Antikshops ein. Ihre große Leidenschaft ist es, Raritäten und Besonderheiten zu ersteigern, zu sammeln und zu verkaufen. Tatsächlich ist alles, was sie in ihrem „Little Britain“ anbietet, aus Großbritannien.

Schattenspendende Bäume und Frösche

Zu der Veranstaltung in Schillingsfürst kommt sie immer wieder. Sie liebt die alten schattenspendenden Bäume, das Konzert der quakenden Frösche, den Kanal, der den Kardinalsgarten durchzieht. Mit dem Ambiente ist sie sehr zufrieden. So sieht es auch die ortsansässige Ausstellerin Bettina Dworatzek, die Kosmetik-Produkte auf Aloe-Vera-Basis anbietet. Immer wieder könne sie interessante Gespräche führen und etwas verkaufen, erzählt sie.

Das Angebot der Stände ist niveauvoll präsentiert. Es gibt vielfältige Gartenaccessoires, Pflanzenraritäten und Bäume aus einer Biolandbaumschule, Blumenzwiebeln und Stauden, Steingartenpflanzen und Hortensien. Verschiedene Dinge, die man zur Haus- und Gartenoptimierung benötigt, kann man kaufen oder bestellen, wie Gartenwerkzeuge und Insektenschutzgitter. Die Eintrittspreise halten die meisten Personen, die gekommen sind, für angemessen, zumal der Zugang zu Museumsbereichen im Schloss inkludiert sind. Mittlerweile gibt es auch einen Parkplatz direkt auf einer angrenzenden Wiese – von dort ist der Eingang barrierefrei erreichbar.

Diesmal ein wenig kleiner

Ein wenig kleiner als in den vergangenen Jahren ist die Gartenlust, doch es gibt reichlich zu entdecken, auch kulinarisch. Udo Bräunig kommt aus Melkendorf bei Bamberg und bietet selbst hergestellte Feinkostprodukte als „Feines aus Melkenhill“ an. Wein-, Sekt- und Spirituosenspezialitäten kann man verkosten und Delikatessen „rund um die Welt“, besonders aus Italien.

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Für das leibliche Wohl gibt es an mehreren Ständen allerlei, von Knusperbackhähnchen über indische und nepalesische Gerichte bis hin zu Pasta und Flammkuchen. Und auch auf Kaffee und Kuchen muss niemand verzichten. Ab und zu gibt es Musik und Vorträge. Seelenbilder und Gesundheitsprodukte runden das reichhaltige Angebot ab.

Schillingsfürst ist ein „Wohlfühlort”

Bürgermeister Michael Trzybinski betont, gerne mit Kurt Ostermeier, dem Veranstalter der Gartenlust, zusammenzuarbeiten. Ostermeier wiederum lobt Schillingsfürst als einen Wohlfühlort: Alles sei gepflegt. Es rühre sich etwas im Ort, das spüre man. Besonders schön sei das viele Grün in und um die Stadt, die tolle Bepflanzung. Und so war die Gartenlust, die vor allem am Sonntag einen starken Besuch verzeichnete, wieder ein lebendiger Treffpunkt für Naturliebhaber, Gartenfreunde und Genießer. Ein Ort zum Abschalten und Auftanken. Und zum Erleben der Schönheit des Kardinalsgartens.


Von Margit Schwandt
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