Der TSC Neuendettelsau kommt mit drei Punkten aus zwei Spielen aus dem Osterwochenende und will in der Fußball-Landesliga Nordost gegen den SV Buckenhofen im Abstiegskampf nachlegen. Vor dem Heimspiel am Sonntag (16 Uhr) hat Trainer Dieter Kreiselmeier aber Personalsorgen
Der Coach gibt sich mit der Punktausbeute aus dem Doppelspieltag an Ostern zufrieden: „Klar, in Ammerthal beim Tabellenführer ist es schwierig zu punkten. Die Leistung in den ersten zehn Minuten bis zum Gegentor und der gesamten zweiten Halbzeit (50 Minuten Unterzahl) war trotzdem gut.”
Nach dem 0:1 agierte Neuendettelsau jedoch 25 Minuten ohne defensive Ordnung und lief gegen spielstarke Ammerthaler im Mittelfeld nur hinterher. Diese Passivität gipfelte im Platzverweis für Ricardo Mountzouris, der im Zweikampf zu spät kam und dem Gegner dabei auf den Fuß stieg. Die rote Karte und die daraus resultierende Sperre von zwei Spielen seien laut Kreiselmeier jedoch überzogen.
Die zweite Partie gegen Schlusslicht Röslau war ob der Drucksituation ebenfalls keine einfache Aufgabe. „Jeder erwartete drei Punkte beim abgeschlagenen Letzten”, erklärt Kreiselmeier. Zu Beginn des Spiels versäumte seine Mannschaft ein frühes Tor, danach spielte sie in Überzahl zu unsauber und mit zu wenig Tempo.
In der zweiten Halbzeit schaffte es der TSC, mehr Druck aufzubauen und sich Chancen zu erspielen, doch erneut verpasste er es, sich dafür zu belohnen. Dennoch bewahrte die Kreiselmeier-Elf Ruhe und hielt dem Druck letztendlich stand, auch wenn das goldene Tor durch den ersten Saisontreffer des in den vergangenen Wochen formstarken Sven Krug erst 15 Minuten vor dem Ende fiel.
Da nach Mountzouris in Ammerthal auch noch Alexander Roth in Röslau Rot sah, hat sich durch gleich zwei Platzverweise die Personalsituation weiter verschlechtert. Insgesamt fehlen gegen Buckenhofen zehn Spieler (langzeitverletzt: Maximilian Hirschmann, Paul Beil, Jochen Roth, Felipe Adler; verletzt: Jürgen Lehnert und Marius Florschütz; gesperrt: Ricardo Mountzouris und Alexander Roth; im Urlaub: Leon Reichel, Julius Schöniger). Dennoch steht für Sonntag eine schlagkräftige Truppe bereit, die alles versuchen wird, um drei Punkte einzufahren, so Kreiselmeier.
Buckenhofen (10. Platz/38 Punkte) ist eine spielstarke Mannschaft, die Ballbesitzspiel bevorzugt. Für den TSC (13./32) ist es daher wichtig, früh zu stören und die Räume durch hohe Laufarbeit und gute defensive Abstimmung eng zu halten.
Gerade auswärts haben die „Buckis” jedoch nach Röslau und Lauterhofen die drittmeisten Gegentore (38) kassiert. Das soll die TSC-Offensive nutzen, und Kreiselmeier fordert hier von seiner Truppe im Vergleich zu den letzten Spielen eine deutliche Steigerung in Hinblick auf Konzentration, Überzeugung und Konsequenz.