Fünf Windräder für Uehlfeld? Was ein Projektierer nördlich des Hauptorts plant | FLZ.de

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Veröffentlicht am 31.03.2026 15:20

Fünf Windräder für Uehlfeld? Was ein Projektierer nördlich des Hauptorts plant

Bis zu fünf Windräder könnten nördlich von Uehlfeld entstehen. (Symbolbild: Andrea Walke)
Bis zu fünf Windräder könnten nördlich von Uehlfeld entstehen. (Symbolbild: Andrea Walke)
Bis zu fünf Windräder könnten nördlich von Uehlfeld entstehen. (Symbolbild: Andrea Walke)

Die Firma „Unendlich Energie” aus Neuburg an der Donau will für Uehlfeld sozusagen unendlich Energie erzeugen. Dazu beitragen sollen bis zu fünf Windräder, die nördlich von Uehlfeld entstehen sollen. Geschäftsführer Rainer Dick stand nun in der Sitzung den Rätinnen und Räten Rede und Antwort.

Für Windenergie wurden im Uehlfelder Gemeindegebiet im Prinzip zwei Vorranggebiete ausgewiesen, wobei eines auch andere Kommunen tangiert. Nördlich von Uehlfeld befindet es sich komplett auf Uehlfelder Hoheitsgebiet – und genau für dieses Areal interessieren sich Dick und seine Firma. Einen ersten Entwurf brachte der Geschäftsführer schon mit: Demnach sollen bis zu fünf Windräder entstehen, wobei Dick gleich betonte, kompromissbereit zu sein: „Es soll allen Spaß machen und verträglich sein.” Die Neuburger seien nicht auf den letzten Euro aus. Die Nabenhöhe der geplanten Anlagen betrage 160 Meter.

Zwar zeichnete Dick auf einer Karte bereits mögliche Standorte der Windräder ein. Aber: „Die genauen Standorte und die Anzahl werden sich erst nach und nach herauskristallisieren. Man beginnt mit einer Skizze und arbeitet sich dann vor.” Eine Bürgerbeteiligung sei jedenfalls vorgesehen, der Geschäftsführer zeigte mehrere Optionen hierfür auf, etwa einen Sparbrief in Zusammenarbeit mit lokalen Banken, ein festverzinstes Nachrangdarlehen oder einen Bürgerstromtarif, also langfristig vergünstigten Grünstrom für die Anwohnerinnen und Anwohner in einem bestimmten Postleitzahl-Gebiet.

Beteiligung schon ab 500 oder 1000 Euro möglich

Bürgerinnen und Bürger sollen, sofern Interesse besteht, sich alle beteiligen können, so Dick, auch schon mit kleineren Beträgen, wohl ab 500 oder 1000 Euro. Marco Nehmeier erkundigte sich nach einer möglichen Größenordnung der Rendite. Rainer Dick sprach von vier bis sechs Prozent, je nach Modell.

Auch einen Gewerbestromtarif brachte Dick ins Spiel. Sollte ein Großverbraucher in Uehlfeld Interesse haben, wäre unter Umständen sogar ein Direktkabel vorstellbar. Schließlich sei das besonders für energieintensive Industrien eine „Win-win-Situation”, wie Vize-Bürgermeister Gerhard Winkler betonte. Und natürlich profitiert auch die Gemeinde durch Gewerbesteuer-Einnahmen. Wie hoch diese ungefähr ausfallen würden, wollte Udo Schmidt wissen. Der Unendlich-Energie-Geschäftsführer wollte jedoch noch keine konkreten Zahlen nennen.

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Wie aber geht es mit dem Projekt weiter? Dick zeigte die grobe Zeitplanung auf. 2026 und 2027 wolle man sich die Flächen sichern, dafür werde entsprechend eine Eigentümerversammlung einberufen, um ins Detail zu gehen. Parallel dazu sollen die Gutachten erstellt werden. Das Genehmigungsverfahren plant der Geschäftsführer für 2027/2028 ein, dann könnte 2030 der Bau starten. Wobei Dick zugleich eingrenzte, dass dieser Zeitplan „sportlich” und „der „Optimalfall” wäre. Realistischer wäre ein Baubeginn aber wohl in fünf Jahren.

„Habe gehört, dass es vom Wind bei uns nicht so toll sein soll”

Er habe gehört, dass es „vom Wind bei uns nicht so toll sein soll”, sagte Walter Prechtel. Entsprechend sei er „fast ein bisschen verwundert” ob der Pläne. Natürlich müsse man auf die Wirtschaftlichkeit schauen, gestand Dick. Aber es gebe zum einen womöglich einen „Schwachwindbonus” und zum anderen hänge es vor allem von den Pachtverträgen ab. Aus seiner Sicht sei nördlich von Uehlfeld allerdings „ein wirtschaftlicher Windpark möglich”. Vielleicht werde auch der Bau eines eigenen Umspannwerks nötig, da wolle man sich eventuell mit anderen Projektierern zusammenschließen.

Vize-Bürgermeister Winkler betonte, dass die Präsentation nur dafür gedacht war, den Rätinnen und Räten und der interessierten Öffentlichkeit aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es gebe. Der Vorteil aus seiner Sicht: „Die Wertschöpfung bliebe vor Ort.” Winkler prognostizierte einen generell höheren Stromverbrauch mit der fortschreitenden Elektrifizierung. Und: Man müsse nur aktuell in die Welt schauen, auf die Blockade der Straße von Hormus und die Preise an den Tankstellen. Da sei es aus seiner Sicht durchaus interessant, ein solches Projekt vor Ort weiterzuverfolgen.

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