Flächenbrände: Feuerwehren bei Oberdachstetten und Burgbernheim im Einsatz | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.07.2026 13:18, aktualisiert am 11.07.2026 14:55

Flächenbrände: Feuerwehren bei Oberdachstetten und Burgbernheim im Einsatz

Mit Grubbern sorgten Landwirte bei dem Feldbrand bei Anfelden für Schneisen und schnitten so dem Feuer das Futter ab. (Foto: News5 / Markus Zahn)
Mit Grubbern sorgten Landwirte bei dem Feldbrand bei Anfelden für Schneisen und schnitten so dem Feuer das Futter ab. (Foto: News5 / Markus Zahn)
Mit Grubbern sorgten Landwirte bei dem Feldbrand bei Anfelden für Schneisen und schnitten so dem Feuer das Futter ab. (Foto: News5 / Markus Zahn)

Hitzewelle und Trockenheit: Aktuell vergeht kaum ein Tag ohne einen Feld- und/oder landwirtschaftlichen Maschinenbrand in Westmittelfranken. Am Samstag heulten erneut zahlreiche Sirenen. Nahe dem Oberdachstettener Ortsteil Anfelden (Landkreis Ansbach) und bei Burgbernheim (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) brannte es einmal mehr.

Zwischen Anfelden und der Munasiedlung an der Landkreisgrenze Ansbach und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim war gegen 12.45 Uhr eine dunkle Rauchwolke zu sehen. Ursächlich hierfür: ein Brand einer landwirtschaftlichen Maschine in der Flur. Darüber informierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Ansbach auf Nachfrage unserer Redaktion.

Die Feuerwehren aus Oberdachstetten und Anfelden (Landkreis Ansbach) sowie aus Burgbernheim und Marktbergel (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) hatten laut ILS die Löscharbeiten erledigt.

Ballenpresse und 5000 Quadratmeter brennen

Nach ersten Informationen war eine Ballenpresse in Brand geraten. Die Flammen haben auch auf ein angrenzendes Feld übergegriffen, informiert Rainer Weiskirchen, Feuerwehrsprecher im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Rund 5000 Quadratmeter waren betroffen.

Landwirte unterstützten bei den Löscharbeiten und zogen unter anderem mit Grubbern Schneisen, damit das Feuer kein weiteres Futter findet. Unter Atemschutz bugsierten die Feuerwehrkräfte laut Weiskirchen auch das restliche Stroh aus der Presse und löschten es ab. Vor allem, um vor Ort genügend Wasser zur Verfügung zu haben, wurden gleich vier Feuerwehren alarmiert, so Weiskirchen.

Paralleleinsatz in der Heimat

Noch während die Burgbernheimer Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen bei Anfelden im Einsatz waren, schlug schon der nächste Alarm auf: ein weiterer Flächenbrand, nördlich des Burgbernheimer Landschaftsees bei Hilpertshof, informiert Weiskirchen. Ein Fahrzeug der Burgbernheimer war dorthin weitergezogen, außerdem wurden noch die Wehren aus Bad Windsheim und Illesheim mitalarmiert. Auch in diesem Fall haben Landwirte geholfen, ebenso tat dies die US-Army aus Illesheim. Von dort aus rückte das Flugfeldtanklöschfahrzeug aus.

Durch das rasche Eingreifen der Einsatzkräfte konnte das Feuer klein gehalten werden, so der Kreisfeuerwehrsprecher. „Es fahren trotzdem alle die Einsatzstelle an, um alles großzügig zu bewässern.” Die Brandserie auf Feldern und Äckern sowie von landwirtschaftlichen Maschinen geht also auch am Samstag weiter.

Mehrere Einsätze schon am Freitag

Bereits am Freitag hatten sich im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zwei größere Feldbrände ereignet. Zwischen Westheim und Marktbergel standen 10.000 Quadratmeter in Flammen, bei Bad Windsheim sogar rund 20.000.

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Im Wilburgstettener Areal Limburg (Landkreis Ansbach) brannten am Freitag ebenfalls gut 400 Quadratmeter einer Wiese. Allerdings war diesmal ausnahmsweise die Trockenheit nicht der Hauptauslöser, vielmehr verursachte der Grundstückseigentümer das Feuer selbst, wie die Dinkelsbühler Polizei mitteilt. Er hatte zuvor Asche auf dem Gelände entsorgt, die allerdings schon einige Tage alt gewesen sei, wie der Verursacher gegenüber den Beamten angab. Entsprechend war er selbst erstaunt über den Brand. Die Feuerwehr hatte die Flammen rasch unter Kontrolle, verletzt wurde niemand. Gegen den Eigentümer wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Polizei warnt vor Risiken

Die Dinkelsbühler Polizei weist in diesem Zusammenhang dringend darauf hin, während der Hitzewelle mit der einhergehenden Trockenheit „bei allen Arbeiten im Freien auf offenes Feuer, mögliche Funkenquellen etc. zu achten beziehungsweise diese Arbeiten nur mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen”. Auch die Waldbrandgefahr ist derzeit sehr hoch. Entsprechend werden Wanderer und Waldarbeiter zur Vorsicht aufgerufen. Die Regierung von Mittelfranken hat deshalb auch entsprechende Beobachtungsflüge angeordnet.

Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald weitere Informationen vorliegen.

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