Wer beim Essen körperliche Beschwerden erlebt, dem vergeht gerne mal der Appetit. Viele Betroffene einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung - kurz: COPD - kennen das.
Einer der Gründe: Sie haben ohnehin schon eine eingeschränkte Atmung, die vom Kauen und Schlucken nochmals unterbrochen wird. Eine zusätzliche Belastung, so der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) in seiner Zeitschrift „Allergie konkret“ (Ausgabe 2/2026). Viele Betroffene schildern, dass sie Essen sehr anstrengend finden und dabei Luftnot verspüren.
Dabei ist wichtig, dass Betroffene einer COPD gut und genug essen. Ihr Energieverbrauch ist nämlich erhöht, weil Atmen sie mehr Kraft kostet. Sechs Dinge, auf die man achten kann:
Statt drei große Mahlzeiten am Tag setzen COPD-Patientinnen und -Patienten am besten auf fünf bis sechs kleinere. Dazu rät die Patientenorganisation COPD - Deutschland in einer Broschüre. Größere Mahlzeiten bedeuten nämlich oft mehr Luftnot. Und: Sie nehmen mehr Raum im Magen ein, was der Lunge Platz wegnimmt.
Menschen mit einer COPD haben oft eine verringerte Muskelmasse. Damit der Körper nicht noch mehr davon abbaut, sollten ausreichend Proteine den Weg auf den Teller finden. Sie sind der wichtigste Baustein der Muskulatur.
Optimalerweise hat jede Mahlzeit eine Eiweißquelle, rät der DAAB in seiner Zeitschrift - zum Beispiel Quark, Joghurt, Hüttenkäse, Eier, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte, Tofu oder Nüsse und Samen.
Wichtig: Ernährung allein baut keine Muskeln auf - es braucht auch Bewegung.
Beim sogenannten Emphysem-Typ einer COPD verlieren Betroffene häufig ungewollt an Gewicht. Gegensteuern lässt sich, indem gezielt Lebensmittel auf dem Teller landen, die viel Energie und viele Nährstoffe liefern.
Der DAAB nennt als Beispiele Vollfett-Milchprodukte, Pflanzenöle, Avocado und Nüsse. Wer letztere nicht so gut kauen kann, findet in Nussmus eine Alternative. Auch energiereiche Trinknahrungen können eine Option sein.
Das ist wichtig, damit sich der zähe Schleim in ihren Atemwegen leichter löst - und besser abhusten lässt. Zwei Liter am Tag sind ein Richtwert, an dem sich Betroffene der Patientenorganisation COPD - Deutschland zufolge orientieren können. Am besten eignen sich stilles oder kohlensäurearmes Wasser, ungesüßte Tees oder dünne Saftschorlen.
Kohl, Zwiebeln oder kohlensäurehaltige Getränke: Wer sich nach bestimmten Lebensmitteln aufgebläht fühlt, verzichtet lieber darauf. Durch die Gasbildung im Verdauungstrakt erhöht sich nämlich der Druck auf das Zwerchfell - und damit auf die Lunge.
Menschen mit COPD haben ein erhöhtes Risiko für Osteoporose, also Knochenschwund. Kalzium ist der wichtigste Baustein für die Knochen - davon sollten COPD-Betroffene also unbedingt genug zu sich nehmen.
Dabei helfen Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Käse. Auch kalziumreiches Mineralwasser (ab 250 mg Kalzium pro Liter) kann einen Beitrag leisten, so der DAAB.
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