„Ein Pflichtspiel gegen einen höherklassigen Gegner, das ist ein cooles Los, ich freue mich riesig darauf”. So reagierte Niklas Reutelhuber, der Trainer der SpVgg Ansbach, auf die Nachricht, dass seiner Mannschaft im Pokalwettbewerb der SSV Jahn Regensburg zugelost wurde.
Im Achtelfinale des BFV-Toto-Pokals trifft die SpVgg Ansbach im heimischen Xaver-Bertsch-Sportpark auf den Drittligisten. Als Regelspieltage nennt der Verband den 26. August und 2. September. Fest angesetzt ist das Spiel noch nicht.
Die 16 verbliebenen Teams im Wettbewerb wurden bei der Auslosung in zwei regionale Gruppen (Nord und Süd) eingeteilt. Damit war schon vorher klar, dass es die Ansbacher nicht mit dem TSV 1860 München, dem wohl zugkräftigsten Verein im Wettbewerb, zu tun bekommen würden.
Es war bitterkalt an jedem Samstag im Dezember 2001, als die SpVgg Ansbach in der Regionalliga, damals noch die dritte Liga, den SSV Jahn Regensburg empfing. 2:0 gewann der Favorit von der Donau. Das erste Tor erzielte ausgerechnet Alexander Maul per Kopf, ein ehemaliger Jugendspieler der SpVgg Ansbach, der damals eben erst vom Zweitligisten RW Oberhausen zum Jahn gewechselt war und Jahre später als Jugendtrainer erneut beim Jahn anheuerte.
Ein weiterer regional bekannter Fußballer mit Jahn-Vergangenheit ist Thorsten Kirschbaum aus Obernzenn, der die letzten Jahre seiner Profikarriere in Regensburg verbrachte und mittlerweile ins Trainergeschäft eingestiegen ist.
Nicht alle Reisen ins westliche Mittelfranken verliefen für die Regensburger so erfolgreich. An einem heißen Sommerabend im August 2013 unterlag der damals von Thomas Stratos trainierte Zweitliga-Absteiger im Verbandspokal bei den Spfr Dinkelsbühl mit 3:4.
Der Landesliga-Aufsteiger hatte zuvor schon die SpVgg Ansbach aus dem Wettbewerb geworfen und ließ sich auch von einem 0:2-Rückstand nach einer halben Stunde nicht aus der Bahn werfen. Pascal Haltmayer mit dem Anschlusstreffer und Tim Müller mit zwei weiteren Treffern bei einem Regensburger Eigentor sorgten damals für die Sensation.
„Uns trennen Welten”.
Ähnlich überraschend wäre ein Erfolg der Ansbacher über die mittlerweile von Michael Wimmer trainierte Elf. Zwar liegt sportlich nur noch eine Liga zwischen den beiden Kontrahenten, „vom Kader und der Struktur her trennen uns jedoch Welten”. Findet jedenfalls Reutelhuber und verweist auf den jüngsten Auftritt der Regensburger im DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln.
Vor gut 13.000 Zuschauern im Jahnstadion musste der Gastgeber weit in der Nachspielzeit noch zwei Gegentreffer gegen den Bundesligisten hinnehmen und schied nach großem Kampf unglücklich mit 1:2 aus.
„Um so eine Mannschaft zu schlagen, braucht man einen perfekten Tag und etwas Glück”, weiß Reutelhuber. Genau so war das damals bei den Spfr Dinkelsbühl.
Noch keine klare Diagnose gab es gestern zur Verletzung von Patrick Kroiß. Der Angreifer musste beim 2:2 gegen den TSV Aubstadt nach gut 20 Minuten vom Platz. Von einer „Prellung am Sprunggelenk” sprach Trainer Reutelhuber, die vom Physiotherapeuten behandelt werde und eine Trainingspause nach sich ziehe.
Gruppe Nord:TSV Neudrossenfeld (Bayernliga Nord) – TSV Aubstadt (Regionalliga), SpVgg Ansbach (Regionalliga) – SSV Jahn Regensburg (3. Liga), Viktoria Aschaffenburg (Regionalliga) – 1. FC Schweinfurt 05 (3. Liga), SpVgg Hankofen-Hailing (Regionalliga) – FC Würzburger Kickers (Regionalliga).
Gruppe Süd: SV Erlbach (Bayernliga Süd) – SpVgg Unterhaching (Regionalliga), FC Pipinsried (Bayernliga Süd) – Wacker Burghausen (Regionalliga), TSV Landsberg (Bayernliga Süd) – FC Ingolstadt 04 (3. Liga), FV Illertissen (Regionalliga) – TSV 1860 München (3. Liga).