Donnernder Applaus für den Dietersheimer Preußen | FLZ.de

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Donnernder Applaus für den Dietersheimer Preußen

Zwei, die sich lange schätzen und mögen: Landrat Helmut Weiß (links) bei der Verabschiedung des aus dem Amt geschiedenen langjährigen Dietersheimer Bürgermeisters Robert Christensen. (Foto: Patrick Lauer)
Zwei, die sich lange schätzen und mögen: Landrat Helmut Weiß (links) bei der Verabschiedung des aus dem Amt geschiedenen langjährigen Dietersheimer Bürgermeisters Robert Christensen. (Foto: Patrick Lauer)
Zwei, die sich lange schätzen und mögen: Landrat Helmut Weiß (links) bei der Verabschiedung des aus dem Amt geschiedenen langjährigen Dietersheimer Bürgermeisters Robert Christensen. (Foto: Patrick Lauer)

Am Ende verlor er den Kampf dann doch: Als der kürzlich zum Dietersheimer Altbürgermeister ernannte Robert Christensen vom Rednerpult an seinen Platz zurück bewegte, ließ sich eine Rührungsträne nicht ganz vermeiden. Der zum April aus Gesundheitsgründen von seinem Amt Zurückgetretene war zuvor in der gestrigen Bürgermeisterdienstversammlung offiziell verabschiedet worden.

Als einen „offenen, den Menschen zugewandten Bürgermeister“ hatte Landrat Helmut Weiß den Scheidenden zuvor bezeichnet, als einen, der „im Gespräch mit den Bürgern immer den richtigen Ton“ gefunden habe – eine Kunst, die schwer zu erlernen sei.

13 Jahre hatte Christensen „an der Spitze der Gemeinde Dietersheim gestanden“, erinnerte Weiß, sei als Stellvertreter kaum eingearbeitet gewesen, als er nach dem plötzlichen Tod seines Vorgängers Wolfgang Breyer schon die Amtsgeschäfte hatte übernehmen müssen.

Als „gebürtiger Schleswig-Holsteiner in einer mittelfränkischen Gemeinde“ sodann auf Anhieb auch gewählt zu werden, sei „alles andere als selbstverständlich“, betonte der Landrat lächelnd. Doch der Mann aus dem hohen Norden habe anschließend „sehr viel bewegt und umgesetzt zum Wohle seiner Gemeinde“.

Weiß erinnerte stellvertretend an den neuen Ortsmittelpunkt von Dottenheim, an etliche Dorferneuerungen, aber auch an Pflichtaufgaben, bei denen Christensen stets Weitblick bewiesen habe. Der Dank der Kommune und des Landkreises sei ihm gewiss und verdient, so Weiß, bevor er die Dankesurkunde und ein kleines Präsent überreichte.

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Der solcherart Gelobte bedankte sich für die Würdigung. Der aus Gesundheitsgründen unumgängliche Verzicht aufs Amt sei ihm schwer gefallen, habe er doch mit wunderbaren Menschen zusammenarbeiten dürfen. Das gelte für sein Verwaltungsteam, für den Dietersheimer Bauhof, aber auch für die übergeordneten Behörden und seine Bürgermeisterkollegen im Landkreis.

Ausdrücklich dankte Christensen auch seinem ehemaligen Stellvertreter und jetzigem Nachfolger Jürgen Meyer, der ihn zuletzt über lange Phasen vertreten musste, für dessen „Loyalität, Flexibilität und großartige Unterstützung“.

Weiß gratulierte anschließend Meyer zu dessen Wahl mit über 95 Prozent der Stimmen („Das sind ja fast schon kommunistische Verhältnisse“) und wünschte im Namen aller Versammelten gutes Gelingen.

Christensens Rückweg zu seinem Platz übrigens wurde vom donnernden Beifall der Kollegen untermalt. Kein Zweifel: Der „Preuße“ gehörte im tiefsten Mittelfranken zu den beliebtesten Vertretern seiner Zunft.


Patrick Lauer
Patrick Lauer
Redakteur
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