Die SpVgg Ansbach will sechsstellig investieren | FLZ.de

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Veröffentlicht am 27.10.2023 16:05

Die SpVgg Ansbach will sechsstellig investieren

SpVgg-Vorstand Alfred Riedel (im weißen Hemd am Mikrofon) schilderte den anwesenden Gästen die Umbaupläne des Vereins: Unter dem Motto „Next Level“ will man sich in Sachen Infrastruktur deutlich verbessern. (Foto: Florian Pöhlmann)
SpVgg-Vorstand Alfred Riedel (im weißen Hemd am Mikrofon) schilderte den anwesenden Gästen die Umbaupläne des Vereins: Unter dem Motto „Next Level“ will man sich in Sachen Infrastruktur deutlich verbessern. (Foto: Florian Pöhlmann)
SpVgg-Vorstand Alfred Riedel (im weißen Hemd am Mikrofon) schilderte den anwesenden Gästen die Umbaupläne des Vereins: Unter dem Motto „Next Level“ will man sich in Sachen Infrastruktur deutlich verbessern. (Foto: Florian Pöhlmann)

Es soll der erste Schritt in eine hoffnungsvolle Zukunft sein: Mit zunächst sechsstelligen Investitionen startet die SpVgg Ansbach einen mehrstufigen Umbauplan. Begonnen wird mit der Neugestaltung des Vereinsheims, das künftig für Fans wie Geldgeber besondere Räume bieten soll.

Es war ein großer Bahnhof am Donnerstagabend im Hürner, als die aktuellen Pläne den rund 150 Gästen vorgestellt und weitreichende Ideen noch zurückhaltend als Vision präsentiert wurden. Die Stadtspitze lauschte andächtig, wie die Maßnahmen mit relativ wenig Geld und schnell umzusetzen sind. Gönner und Sponsoren durften sich mitgenommen fühlen, während SpVgg-Finanzvorstand Alfred Riedel erzählte, was denn da alles in den kommenden Monaten und womöglich in ein paar Jahren entstehen soll im Xaver-Bertsch-Sportpark.

Pläne gleichen einem Baukasten

Der hat momentan noch ein wenig den rustikalen Charme einer Altbauwohnung aus den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, soll aber nach der zuletzt erfolgten Renovierung der SpVgg-Kabine und der Umsetzung eines Kunstrasenplatzes nun insgesamt deutlich aufgewertet werden. Dabei gleichen die Pläne bewusst einem Baukasten, um sie peu à peu und je nach finanzieller Lage realisieren zu können.

„Ich weiß, wo wir herkommen“, befand Alfred Riedel mit Blick auf die Vergangenheit, in der Schulden aufgetürmt wurden, die erst in den vergangenen Jahren weitestgehend abgetragen werden konnten. „2010 waren wir soweit, dass uns die Sparkasse kein Geld mehr gegeben hat. Heute sind wir ein gesunder Verein“, kann Riedel inzwischen sagen.

„Wir brauchen die Infrastruktur auf einem neuen Level, wollen dabei gesund und natürlich wachsen“, führte der bisherige Trainer und künftige Sportliche Leiter Christoph Hasselmeier aus. Da die Spielvereinigung gute Fußballer nicht wie andere Vereine in der vierthöchsten Liga mit Geld locken kann und will, verfolgt sie weiterhin ihr regional ausgerichtetes Ausbildungskonzept. „Wir müssen interessanter sein als andere Vereine.“

Frühere Hausmeister-Wohnung wird zu Fan-Shop

Dafür gibt es eine ganze Reihe Ansatzpunkte: Zunächst soll aus der frei gewordenen ehemaligen Hausmeister-Wohnung im Erdgeschoss ein Fan-Treff nebst angeschlossenen Räumen für einen Fan-Shop im Kleinformat werden. Zudem soll in einem kleinen Raum die Geschäftsstelle untergebracht werden.

Im ersten Stock ist angedacht, einen Business-Club für Gönner und Geldgeber einzurichten, die als Partner des Vereins die Fußballspiele dann in entspannter Atmosphäre verfolgen und gleichzeitig Geschäftsverbindungen knüpfen können. „Unsere Partner können voneinander profitieren“, meint Riedel. Mehrmals pro Jahr könnten dort auch spezielle Business-Club-Events stattfinden.

Doch das ist längst nicht alles, was den Machern bei den nullneunern so vorschwebt. Hasselmeier brachte noch ein Multi-Funktions-Gebäude ins Spiel, überlegt wird ebenso langfristig, ob nicht alle Sitzplätze im Sportpark überdacht und mit PV-Modulen zur Energiegewinnung ausgestattet werden können. Aber das ist noch Zukunftsmusik. „Wir wollen finanziell kein Risiko eingehen“, versichert Alfred Riedel.

Die für den ersten Schritt fälligen Investitionen in geschätzter Höhe von rund 100.000 Euro will der Verein über Mehreinnahmen etwa aus dem Zuschauerbereich und Sponsorenzuschüsse generieren. Das Projekt „Next Level“ hat begonnen.


Florian Pöhlmann
Florian Pöhlmann
Nach der journalistischen Grundausbildung beim Fernsehen rief 1999 die große weite Welt des Sports, die ich in Nürnberg in nahezu allen Facetten kennenlernen und in verantwortlicher Position gestalten durfte. Erst der verlockende Ruf aus Ansbach und die Aussicht, im fortgeschrittenen Alter Neues zu wagen, sorgten ab 2021 für einen Neustart in der Lokalredaktion.
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