Den Wandel stellte Bürgermeister Bernd Meyer in den Mittelpunkt seiner Ansprache beim Bürgerempfang zum neuen Jahr im Haus der Bäuerin. Der Wandel, der alle Menschen von außen treffe, so Meyer, müsse von allen mitgegangen werden. „Wir können den Wind von außen nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen.“
Die Gemeinde Sachsen, so Meyer, sei in den vergangenen Jahren immer bereit gewesen, offen in eine neue Zeit zu gehen und den damit verbundenen Wandel als Chance für Neues zu begreifen. „Wenn ein Sturm kommt, halten wir zusammen und finden den richtigen Kurs“, sagte er.
Als wegweisende Beschlüsse des Gemeinderats 2024 bezeichnete er die Vollendung des Pausenhofs der Rusam-Grundschule, die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses, die Planung eines neuen Gewerbegebietes, die Ausweisung neuer Baugebiete und das Installieren eines Seniorenbeirates. Er dankte den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, den Unternehmen in Sachsen und den „unbezahlbaren Ehrenamtlern und Helfern“.
Bernd Meyer stellte fest „Wir haben Sachsen in den vergangenen Jahren gemeinsam vorangebracht.“ Er bat darum, vertrauensvoll in die Zukunft zu schauen und mit gesundem Engagement und Menschenverstand, aber auch mit Respekt, gegenseitiger Wertschätzung und überzeugendem Gemeinsinn „unser Sachsen“ weiterzubringen.
Ansbachs Landrat Dr. Jürgen Ludwig riet den Besuchern des Bürgerempfangs, die Krisen, die derzeit in aller Munde seien, als Chancen zu verstehen. Es brauche aber Mut und Kraft zur Veränderung. Das Land, so Ludwig, brauche bessere Laune. Ausführlich ging er auf die Veränderungen im Krankenhausbereich ein und betonte, dass die Frage des Erhalts der Krankenhausstandorte in Rothenburg, Dinkelsbühl und Ansbach derzeit „sehr intensiv“ von den Kommunalpolitikern im Landkreis bearbeitet werde. Die Krankenhauslandschaft werde sich verändern, so der Landrat, und die Defizite seien nicht mehr bezahlbar.
Der Bundestagsabgeordnete Artur Auernhammer unterstrich, dass die Menschen gerade im ländlichen Raum zusammenhalten und deshalb die Veränderungen in der Gesellschaft gut zu meistern seien. Gerade durch das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Menschen werde das Leben lebenswert. Bezirksrat Herbert Lindörfer mahnte in seinem Grußwort, bei allen Zwängen nicht an der Kultur zu sparen. Der katholische Pfarrkurat Mieczyslaw Bobras spendete den Segen für die Teilnehmer des Bürgerempfangs.
Musikalisch umrahmt wurde der Bürgerempfang von Sachsener Bläserquartett unter Leitung von Gerhard Dürr. Im Rahmen des Bürgerempfangs würdigte Bürgermeister Meyer auch Emilia Gärtner und Carlotta Sauerbeck, die gemeinsam gebastelt haben und diese Sachen zugunsten des Kinderheims „Kastanienhof“ in Ansbach verkauft haben. Sie haben damit 320 Euro zusammenbekommen, um Altersgenossen zu helfen.
Auch Liesbeth Bapst erhielt eine Würdigung für ihr Engagement zur Gestaltung des Dorfbrunnens. Sie kümmert sich um den Blumenschmuck und sorge, so Meyer, „wie selbstverständlich für den schönen Anblick unseres Dorfbrunnens“.
Nachgeholt wird die Ehrung von Harald Geißelbrecht, der nicht an dem Empfang teilnehmen konnte. Er wird für sein ehrenamtliches Engagement beim 1. FC Sachsen geehrt, für den er über 20 Jahre tätig war, von 2011 bis 2023 als Vorsitzender.