Detonationen bei Neustadt: Sprengung von Flak-Munition beendet | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.10.2024 12:32, aktualisiert am 29.10.2024 09:40

Detonationen bei Neustadt: Sprengung von Flak-Munition beendet

70 Flak-Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg jagte ein Sprengkommando auf der Deponie zwischen Unternesselbach und Altheim in die Luft. (Foto: Johannes Zimmermann )
70 Flak-Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg jagte ein Sprengkommando auf der Deponie zwischen Unternesselbach und Altheim in die Luft. (Foto: Johannes Zimmermann )
70 Flak-Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg jagte ein Sprengkommando auf der Deponie zwischen Unternesselbach und Altheim in die Luft. (Foto: Johannes Zimmermann )

Auf der Polizeidienststelle in Neustadt wurde gefundene Munition abgegeben. Diese wurde am Montagmittag auf einer Deponie zwischen Unternesselbach und Altheim gesprengt, teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken mit.

Genauer handelt es sich um deutsche Flak-Munition aus dem Zweiten Weltkrieg, also um Flugabwehrmunition, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums. Ein Mann hatte die Munition mit seinem Metalldetektor am Freitag im Wald bei Sugenheim gefunden, teilt die Polizei vor Ort auf der Deponie mit. Er hat dann insgesamt 70 der Flak-Sprengkörper ausgegraben und zur Polizeidienststelle Neustadt transportiert.

Sprengung vor hübschem Panorama: Ein kurzes Puff und schon schoss die Erde gen Himmel. Der letzte Durchgang von fünfen. (Foto: J. Zimmermann)
Sprengung vor hübschem Panorama: Ein kurzes Puff und schon schoss die Erde gen Himmel. Der letzte Durchgang von fünfen. (Foto: J. Zimmermann)

Schatzsucher buddelt 70 Granaten aus: „Himmelfahrtskommando” endet mit Kawumms

70 Stück Flak-Munition wurden am Montag auf der Unternesselbacher Deponie gesprengt. Ein Mann hatte sie gefunden - und seelenruhig zur Polizei gefahren.
28.10.2024 19:40
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Sprengkommando rückte an

Die Beamten kontaktierten dann ein Sprengkommando. Die Experten wiederum stellten fest, dass es zu unsicher sei, die Munition zum Entschärfen nach Nürnberg zu bringen. Deshalb suchten sie einen Ort in der Nähe für die geplante Sprengung. Man habe sich dann für die Deponie zwischen Unternesselbach und Altheim entschieden.

Die Sprengung startete gegen 13.20 Uhr. In fünf Durchgängen wurden die 70 Sprengkörper entschärft. Mit drei Kilogramm Sprengstoff wurden die insgesamt rund sieben Kilogramm Sprengstoff aus der Munition in die Luft gejagt. Gegen 13.50 Uhr war die Sprengung dann beendet - ohne Zwischenfälle oder laute Detonationen.

Umgang mit Munitionsfunden

Wie die Polizei vor Ort mitteilt, sei es zwar „kein Alltagsgeschäft”, dass Munition auf einer Dienststelle abgegeben wird. Dennoch kommt es hin und wieder vor. Meist handelt es sich dabei jedoch um einzelne Patronen. Die Polizei holt sich dann immer den Rat der Experten im Sprengkommando. Sie warnt in ihrem Polizeibericht vom Dienstag nochmals eindringlich vor solchen Funden. Oft werde von den Findern sehr arglos angenommen, die „Blindgänger” seien ungefährlich. Diese würden oft unbedacht ausgegraben, hochgehoben und transportiert. „Eine solche Herangehensweise kann jedoch zum Einen strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, zum Anderen kann dies auch lebensgefährlich sein”, so die Polizei. Ihr Rat: die Funde nicht berühren und umgehend die nächste Polizeidienststelle über den Fund informieren.

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    Antonia Müller
    Antonia Müller
    Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach
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