Wo aktuell drei große und drei kleinere Windräder stehen, sollen zukünftig sechs große Räder Strom produzieren. Die drei kleinen sollen ausgetauscht werden. Der Stadtrat Wolframs-Eschenbach war sich darüber zwar nicht einig – und stimmte letztendlich aber mehrheitlich zu.
Seit mehreren Jahren sei das bereits ein Thema, sagte Bürgermeister Michael Dörr in der Sitzung. Jetzt seien die nötigen Gutachten abgeschlossen. Es geht um die Windräder im „Dreiländereck”. Die sechs Anlagen des Windparks „WeLiMe” stehen nämlich auf dem Grund der drei Kommunen Wolframs-Eschenbach, Lichtenau und Merkendorf.
Im Jahr 2003 seien die drei kleineren Windräder gebaut worden, so Dörr. Und genau um diese geht es jetzt. Die Betreibergesellschaft „WeLiMe GmbH & Co. KG” möchte diese Anlagen austauschen. Die bestehenden Windkraftanlagen kommen weg, Größere kommen hin.
Eines der betroffenen Windräder steht auf dem Grund der Nachbargemeinde Merkendorf. Zwei gehören zu Wolframs-Eschenbach. Die neuen Anlagen sollen eine Leistung von 6800 Kilowatt haben. Die geplante Nabenhöhe: knapp 180 Meter.
Nach einem Schattenwurf-Gutachten wurde bereits eine Abschaltautomatik eingeplant. Auch das Schallgutachten gibt grünes Licht und die Auswirkungen auf die Umwelt wurden ausgelotet. Trotzdem fühlten sich nicht alle im Gremium wohl mit der geplanten Höhe.
„Das ist schon sehr hoch”, bemerkte beispielsweise Christine Obenhofer (Freie Wähler). Für Unsicherheit sorgte auch ein weiterer Punkt. Unklar ist laut Bürgermeister Dörr noch, wo die Windenergie eingespeist werden soll. Zur Auswahl stehen demnach die Umspannwerke in Winterschneidbach oder in Raitersaich.
Letztendlich stimmte der Stadtrat dem Austausch der beiden bestehenden Windräder auf Wolframs-Eschenbacher Grund mit wenigen Gegenstimmen zu. Das dritte Windrad gehört zur Gemarkung Großbreitenbronn und damit zur Nachbarkommune Merkendorf. Auch den Umbau dieser Anlage billigte der Rat mehrheitlich.
Wenn alles so klappt wie geplant, soll der Umbau im zweiten Quartal 2026 beginnen. Für den Bau müssen voraussichtlich Zufahrtswege und Kurven befestigt werden, geht aus den Sitzungsunterlagen hervor. Wenn alles fertig ist, sollen die Wege wieder zurückgebaut und beispielsweise beschädigte Hecken wieder angepflanzt werden. Läuft alles nach Plan, so gehen die Anlagen im ersten Quartal 2028 ans Netz.