Für die Windsbacher Tischtennis-Männer hätte die Vorrunde als Aufsteiger in die zweite Bundesliga fast nicht besser laufen können. Fünf Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen bedeuten Platz zwei in der Tabelle. Herbstmeister wurde der 1. FSV Mainz 05 mit einem Zähler Vorsprung.
Gegen Mainz verloren die Windsbacher nach einer 2:0-Führung nach den Doppeln und vergebenen Matchbällen sowie hohen Führungen in Entscheidungssätzen noch unglücklich mit 4:6. Der Sportliche Leiter der Windsbacher, Andreas Staudacher, zeigt sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen seiner „Jungs” und resümiert: „Wir können absolut mithalten. Wichtig in dieser sehr ausgeglichenen Liga sind Backup-Spieler wie bei uns der taiwanesische Ex-Doppelweltmeister Chen Chien-An, welcher mit einer 5:0-Einzelbilanz zu überzeugen wusste.”
Auch Tom Schweigers Entwicklungsschritte gingen in die richtige Richtung. Zu Beginn der Spielzeit zum Teil noch nicht belohnt, kam er an den letzten drei Spieltagen immer besser in Fahrt und konnte sich mit positiven Ergebnissen (4:0-Bilanz) sehr gut einbringen. Routinier und Spielertrainer Bojan Tokic erspielte sich ebenso eine ausgeglichene Bilanz (4:4). „Hier sieht man, wie stark die zweithöchste Spielklasse Deutschlands ist”, konstatiert Staudacher.
Absolut überzeugend war die Leistung von Jakub Folwarski, welcher eine beeindruckende 10:3-Einzelbilanz erspielte, 5:2 im vorderen Paarkreuz und 5:1 im hinteren Paarkreuz. „Diese Leistung musste mit einem Ranglistenplatztausch mit Bojan Tokic belohnt werden”, erklärt der Sportliche Leiter. Daniel Rinderer hatte stark mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und konnte die letzten drei Spiele erst gar nicht mehr bestreiten. Zum Vorrundenende kommt er auf eine 3:5-Einzelbilanz. Auch Publikumsliebling Petr David liegt aktuell noch hinter den Erwartungen zurück und schloss mit einer 3:6-Bilanz die Vorrunde ab.
Hauptgarant für den bisherigen mannschaftlichen Erfolg waren überzeugende Doppelleistungen. Mit einer 13:5-Bilanz stellt das Windsbacher TSV-Team die besten Doppel der Liga. Bojan Tokic und Petr David sowie Tom Schweiger mit Daniel Rinderer weisen jeweils eine 4:1-Bilanz vor.
Andreas Staudacher warnt trotz des guten Abschneidens seiner Truppe in der Vorrunde jedoch zur Vorsicht: „Viele Mannschaften haben sich personell in der Rückrunde nochmals verstärkt und die Liga ist so ausgeglichen wie nie. Einzig Velbert dürfte den Klassenerhalt nicht mehr schaffen.” Nach Einschätzung vieler Ligavertreter werden 16 bis 18 Punkte für den sicheren Klassenerhalt gebraucht. „Diese Punkte wollen wir schnellstens erreichen, um mit den Planungen für die kommende Spielzeit beginnen zu können”, so Staudacher.
Sehr erfreulich ist für die TSV-Verantwortlichen das gestiegene Zuschauerinteresse in den Heimspielen. Durchschnittlich kamen knapp 182 Zuschauer nach Windsbach, was im Ligavergleich Platz drei bedeutet. Für die Windsbacher geht es nach der Winterpause am 24. und 25. Januar 2026 zum Doppelspieltag nach Jülich und Velbert.
Doppel: Tom Schweiger/Daniel Rinderer 4:1, Bojan Tokic/Petr David 4:1, Tom Schweiger/Jakub Folwarski 3:1, Chien-An Chen/Bojan Tokic 2:1, Jakub Folwarski/Petr David 0:1.
Einzel: Chien-An Chen 5:0, Tom Schweiger 7:7, Bojan Tokic 4:4, Jakub Folwarski 10:3, Daniel Rinderer 3:5, Petr David 3:6.